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Von Neuseeland nach Peru, am Wasser entlang

28.07.2017

Schön das die Wassermusik immer wieder im Haus der Kulturen der Welt stattfindet.

Dieses mal war die erste Band eine echte Offenbarung. Das Outfit des Orchestra of Spheres war eine Augenweide. Es erinnerte ein wenig an Science Fiction Filme aus den Siebzigern, als in der Serie Raumschiff Orion ein Handmixergriff als Steuerknüppel diente.


Diese neuseeländische Band bezauberte aber nicht nur durch ihre Kleidung. Ihre geniale Freistil-Musik pendelt zwischen Rock und Funkjazz.
Von den vier Bands, die ich bei der Wassermusik sah, war sie die einzige Entdeckung. Wenn sie in eurer Nähe auftreten unbedingt hingehen.



Der zweite Act waren die Cumbia All Stars aus Peru. Als sie auftraten füllte sich das Dach des HdKdW.
Cumbia ist ein in Südamerika weitverbreiteter Musik- und Tanzstil. Für Paartänzer recht einfach, Vier Viertel Takt 1,2,3,4,1,2,3,4...kann fast Jede / Jeder und ich konnte viele Figuren aus der Salsa nutzten.
Die alten Herren auf der Bühne waren erfahrene Musiker. Sie versuchten immer wieder die ZuhörerInnen zu animieren, aber so richtig zündete das nicht. Zwischendurch hatte ich schon mal das Gefühl, dass sie von der Tourismus Industrie Perus gesponsort sind. Schlecht war die Band nicht, aber etwas altbacken. Sie versuchen wohl an den Erfolg des Buena Vista Sozial Club anzuknüpfen.



Fotos Irmeli Rother

Mit Seele und Funk

12.07.2017

Mensch, im kleinen ZigZag Club schaffen die Macher mich immer wieder mit Konzerten zu begeistern. Mittwoch treten dort immer Funk und Soul Formationen auf. Das Besondere diesmal war zum Ersten, dass die fünf Musiker noch nie als Band zusammen gespielt hatten und zum Zweiten, dass sie ein Konzert zum Ausflippen und Tanzen hinlegten.
Sie stiegen mit Stevie Wonder Songs ein. Der Sänger überzeugte mit dem ersten Ton. Sie coverten ausschließlich bekannte Hits, sie spielten sie jedoch nicht einfach nach. Es wurde ordentlich improvisiert, es war zu spüren, dass Profis am Werk waren.
Die fünf waren Sketch Walton (Gesang), Max Hughes (Bass),Timothy Seier (Guitar), Andreas Hoyer (Keyboards) und der leider auf dem Foto nicht sichtbare Conner Fitzgeralds (Drums).

Töne die törnen

01.07.2017

Bei Nieselwetter geht's eigentlich ins Kino, doch hatte mir eine Facebook "Freundin" den Tipp gegeben, doch in ihr Konzert ins Maxim-Gorki-Theater zu kommen. Als ich dann sah, dass auch der in Berlin ansässige Gitarrist Kalle Kalima an ihrer Seite im Quartett KUU! spielt, war ich so neugierig, dass ich lieber aufs Kino verzichtete.
Der Auftritt fand ja auch im Saale statt. Die Sängerin der Band, Jelena Kuljić, hatte ich zwar schon mal in einer meiner Meinung nach etwas verunglückten Musical Adaption von Macbeth mit dem Titel Das Schottenstück gesehen.

Die beiden anderen Musiker sind Frank Möbus (Gittare) und Christian Lillinger (Schlagzeug). Alle zusammen bilden eine exzellente Jazz Combo. Doch es wurden nicht die Hits der alten Stars variiert, sondern Eigenkompositionen geboten.

Manchmal war die Musik ein wenig wild, so wie ich es mag, der Vortrag der Sängerin erinnerte mich ein wenig an Laurie Anderson und der Musikstil an King Crimson.
Doch das tat dem Spaß keinen Abbruch, eher im Gegenteil und ich hoffe, die Band fühlt sich durch meine Bezugsgrößen eher geehrt.
Wer etwas unangepasste Musik spannend findet, höre sich bitte das Video an und besuche die Konzerte!

ep.

01.07.2017

Foto Matthias Hagemann
Im Vorbeigehen, en passant, mit dem Samstagseinkauf im Stoffbeutel besuchte ich die Galerie ep.contemporary. In der Pohlstraße gelegen gehe ich dort regelmäßig vorbei, oft riskiere ich einen Blick.
Diesmal saß dort jemand, von dem ich dachte, dass ist bestimmt der Künstler und ich behielt recht. Matthias Hagemann ist der Fotograf der ausgestellten Fotopanoramen. Er ist noch einer von denen, die mit analogen Kameras arbeiten. Bei seinen S/W Bildern knipst er einfach eine Serie während einer 360° Drehung und setzt sie ohne Persepektivkorrektur zusammen. Diese Panoramen sind bis zu 3,6 Meter lang.

Die farbigen Panoramen entstehen mit einer Spezial Kamera, die sich selbständig auf einer Achse dreht.
Doch die große Leidenschaft des Fotografen ist wohl die Lochkamera bzw. Camera Obscura.
Damit begab er sich "Auf den Spuren der Todesmärsche von Auschwitz 1945"
Ein Bildband zu der Serie liegt in der Galerie aus.
Beim Galerie Weekend 2017 hatte der Fotograf eine kleine Lochkamera aus einem Karton gebaut.

Meine Freundin testete diese und sah so alles auf dem Kopf stehend.

Die Arbeiten könnt ihr bis zum 22.Juli zu sehen. Ihr könnt sie auch je nach Länge für 200,- bis 1000,- Euro kaufen.