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Dit is jeschloßen.

17.09.2009

T + ich besuchten das Haus am Waldsee, um die Austellung Anton Henning Gegengift anzuschauen.
"Dit is jeschloßen" sagte der Hausmeister, mit der typischen Berliner Freundlichkeit.
Ich Schnarchnase war drei Tage zu früh!


Kritiker loben das Werk und die Ausstellung von Herrn Henning, dem Maler der geschwungenen Linien.
Sein künstlerischer Ausdruck ist jedoch nicht auf die Malerei begrenzt, Skulptur, Fotografie, Video und Musik ist dabei.
Erfolgreich ist er auch noch.



Aber der romantische Garten des Museums bot Ersatz für die noch nicht gesehenen Bilder.
Die Ufer des zugehörigen Waldsees sind zwar privatisiert und für BesucherInnen nicht zugänglich, aber der Streifen, den wir begehen durften, gab einen Einblick auf dieses Kleinod frei.

Im Anschluß besuchten wir den Biergarten des Restaurants Fischerhütte am Schlachtensee. Ein netter Platz, besonders die Tische am Wasser sind bei gutem Wetter begehrt, auch wenn es hochpreisig ist und dazu noch von der Dahlemer Schickeria frequentiert wird.

Saufnasen Film

14.09.2009

Bei einem Film mit dem Titel Whisky mit Wodka vermutet man zurecht, dass Alkohol eine wichtige Rolle spielt.
Henry Hübchen spielt in diese Komödie von Andreas Dresen einen versoffenen Filmstar, dem die Produktions Firma ein Double zur Seite stellt, um ihn vom Trinken abzuhalten.
Aus dieser Konkurrenz, auch um die weibliche Hauptdarstellerin, erwächst eine deftige Komödie.
G. + T. + ich waren angenehm erheitert.
In mir erwuchs jedoch ein wenig der Verdacht, dass die Alkohol + Tabak Industrie nach dem Werbeverbot im Kino jetzt Filme unter der Hand finanziert?!?
Zu oft tauchten deren Marken gut sichtbar auf.



Zum After Movie Gespräch besuchten wir eine neue Kneipe um die Ecke in der Großberrenstrasse. Das Sieben Stufen findet ihr zwischen der Yorkstrasse und der Hagelberger Strasse.

Ein paar Stufen in den Keller und ihr steht in einer toll renovierten Bar.
Hier soll es in nächster Zeit Live Musik geben, als ein Gast die Gitarre auspackte, sangen die Gäste gleich mit. Und der Wein schmeckte gut!

Afrika im Wedding

11.09.09

Schon wieda im harten Norden.
Diesmal zu einem Konzert mit traditioneller Musik aus Ghana. Roots Ama MoMo mit ihrem Frontmann Nii Amarh Gomez trommelten viel zu gut für leider viel zu wenig ZuhörerInnen. Der Rhythmus ging auch in die Beine, so dass ich die Füße nicht lange stillhalten konnte.
Freundin B. hatte das Konzert empfohlen und ich besuchte es mit T.
Es fand in der Osterkirche in der Samoastrasse statt.



Wenn ihr mehr über afrikanische Trommeln wissen wollt, hier gibts Infos.

In die Pilze, keine Pilze

06.09.2009

Mit T. + G. zog ich zu einer erfolglosen Jagd in den Wald bei Ferch. Wir liefen drei Stunden in einem Gebiet herum, das nach Pilz aussah, aber fanden nicht mal Fliegenpilze. Nach Aussagen von Experten ist es in diesem Jahr zu trocken dafür, dass die Pilze heraus kommen.

Aber die Gegend ist schön.
So fuhren wir nach Ferch, um am Schwielowsee spazieren zu gehen.
Der See mit seiner Anbindung an die Havel hat ideale Segelmaße. Am Ufer finden sich viele Bootshäfen und der See war voller weißer Segel.

Ferch ist im 19ten Jahrhundert als Malerkolonie bekannt geworden und auch heute sind viele Künstler dort wohnhaft.
Beim Spazieren auf dem Uferweg entdeckten wir viele Skulpturen und Hinweisschilder auf dereinst dort lebende Maler.


Im Restaurant Landhaus Ferch wollten wir bei einem guten Essen den Blick über das Wasser schweifen lassen.
Nun, die Aussicht war fantastisch, doch Essen und der Service waren eher unter Durchschnitt.
Die alte DDR war präsent.

T´s Tee kam ohne Zucker und Milch und nach Nachfrage brauchte es lange, bis die Zutaten auf dem Tisch standen.

Wir entschädigten uns mit einem Besuch im Garten des Schlosses Petzow.
Das hat einen wunderschönen Garten.
Nach der Einverleibung der DDR wurde es verschiedentlich genutzt.
T + G tanzten dort Tango.
Leider ist das Haus verrammelt.
Wieder eine Investitons Ruine?

Kernkraft? Nö!

05.09.09

Aus Blödsinn wird durch ständige Wiederholung nix Intelligentes.
Trotz all der Schlampereien und der Weitergabe von Bombentechnologie behauptet die Atomlobby immer noch, dass wir die beste und sicherste Nukleartechnik der Welt haben.
Um Siemens + Co. endlich den Stuhl unter dem Hintern wegzukicken, traf ich mich mit J. + A. + R am Hauptbahnhof, um gegen die "friedliche" Nutzung zu demonstrieren.

Viele waren mit uns einer Meinung, wir zogen mit der Demo zum Brandenburger Tor.
Etwas eklig war nur, dass Grüne, Linke und SPD mit Parteifahnen dabei waren. Die tauchen wohl im Wahlkampf gerne mal wieder medienwirksam auf.
Foto: Mike/Umbruch Bildarchiv

Schön waren die Traktoren vom Anti Atom Treck anzusehen, die in einem Konvoi aus Gorleben gekommen waren.




Um 18:00 Uhr traf ich M1ao am Bahnhof Gesundbrunnen. Zu Fuß ging´s zur Panke, um im Uferlos zu speisen.
Ein Juwel der Kochkunst im Wedding. Das Essen ist lecker, preiswert und die täglich wechselnde Spezialkarte bietet Spannendes.

Und der Vorgarten liegt herrlich, man / frau blickt über die Strasse auf die Panke. Ein schöner Platz am Panke Radweg, der vom Nordgraben (Mitte) bis nach Bernau (Brandenburg) führt.

Von dort liefen wir ins Prime Time Theater nahe beim Bahnhof Wedding. Wir sahen das Stück "Polizeiruf 65, alle Spuren führen nach Wedding", M1ao und ich waren dort mit mehreren Bekannten verabredet.
Das Prime Time persifliert Fernsehserien.

Was wir sahen, war eine multikulti Seifenoper mit vielen Lachnummern. Für mich war es etwas zu klamottig, doch der Rest des Publikums war begeistert.
Das Theater war wie immer ausverkauft.

Gutes Wedding

03.09.09

 
Zu Besuch im Wedding bei den Brause Boys, eine wöchentliche Lesebühne immer donnerstags im LaLuz.
Zur Zeit gestalten sie Erotikwochen, d.h. es geht manchmal auch um Schweinkram. D.h., die verklemmte Betschwester lieber nicht mitnehmen.
Toll finde ich, dass die Jungs seit über 10 Jahren jede Woche sich für uns etwas einfallen lassen.
Los gings um 20:30 Uhr und endete um 23:00 Uhr. Dazwischen lasen und sangen sie, zeigten Urlaubsbilder und schafften es uns (Judith, Roger and me) gut zu unterhalten.



Gut finde ich, dass der Saal mit Tischen und Stühlen bestückt ist, so entsteht eine entspannte Atmosphäre.
Zusätzlich serviert die Lokalität Getränke und Essen an den Tisch.
Eine gelungene Veranstaltung.

Vorher und hinterher saßen wir im Cafe Cralle, einer seit 1977 existierenden Kneipe noch aus frauenbewegten Zeiten.
Irgendwie gefällt mir der Wedding immer besser.
In einigen Ecken ist er immer noch unerträglich, doch es gibt viel gutes Neues zu entdecken.
Als Kultur Scout finde ich dort viel..

Flamenco de Luxe

29.08.09

Zum letzten Mal war ich mit M1ao im Englischen Garten zum Konzertsommer. Leider sind die Sommerferien vorbei und damit auch diese Reihe.


Diesmal sahen wir eine fantastische Flamenco Performance mit Liedern des von den spanischen Faschisten ermordeten Dichters Federico Garcia Lorca.
Eines seiner Lieder Anda Jaleo (hier gesungen von Sandra Buschmann) gab dem Konzert den Namen.

Carmen Celada sang und sprach die Dichtung, Ana Maria Amahi tanzte und Zamna Urista Rojas (Gitare), Victor Ocana (Bass), José Ramirez (Persussion) steuerten die Instrumente bei.


Hier singt Carmen Celada Los Pelegrinitos.


Wir waren rundum begeistert.

Shopping City West

28.08.09

Mit A. war ich in der Kantstrasse nah beim Bahnhof Zoo unterwegs. Wir trafen uns im Quasimodo Cafe gleich neben dem Theater des Westens.
Dort ist man auch auf der Terrasse ein wenig vom Lärm der Strasse abgeschirmt.
Ein netter Treffpunkt vor / nach einem Besuch im Jazzclub Quasimodo oder vom Delphi Kino.
Natürlich würde ich euch nie von einem schnöden Einkaufsbummel berichten. Wir verbanden ihn mit ein wenig Kultur.

In der Galerie Camera Work machten wir deshalb Station. Dort stellten sie die stark inszenierten Fotos von Pierre Winther aus. Wir fanden diese sehr eindrucksvoll. Die Galerie ist idyllisch in einem Hinterhof gelegen und eine Giraffe beobachtet den Besucherstrom.

Kunscht macht hungrig, und so bummelten wir die Auslagen der Läden betrachtend weiter die Kantstrasse entlang zum Asia Foodland, einem Thai Markt mit integriertem Imbiss. Der liegt direkt neben dem Kant Kino nahe bei der kreuzenden Wilmersdorfer Strasse.
Sie servieren dort täglich, außer Sonntag, drei - vier wechselnde Gerichte so um 5 Euro.
Meist ist das Essen jedoch später am Nachmittags aus, es wird nicht frisch gekocht.
Lecker war es, aber natürlich recht scharf.
Wir beendeten den Ausflug im Stilwerk, einer SchickiMicki Mall, unter anderem wg des kostenlosen Klos.

10 Stunden Kultur

22.08.09

1. Die Künstlerin Ceal Floyer wurde bei einer Vernissage in den Kunstwerken vorgestellt.
Der / die KuratorIn schrieb:
"Ihre Arbeiten beeindrucken auf den ersten Blick durch ihre schlichte Poetik, ihren Humor und ihre scheinbare Beiläufigkeit"

 J + ich konnten außer Beiläufigkeit nichts erspüren, es wurde uns eher langweilig beim Betrachten der Objekte.
Da hing z.B.ein schlichter Kassenbon einsam an einer Wand, spannend sollte daran (laut Katalog) sein, dass alle aufgelisteten Waren weiß sind.????????? Wie witzig!
Vieleicht waren wir noch zu verschlafen, bei uns kam dabei garnix an!

Auch wenn sie den Preis für junge Kunst der Nationalgalerie erhielt, besser nur hingehen, wenn es regnet (die Ausstellung ist überdacht) und einem garnichts besseres einfällt.

2. Später beim Konzertsommer im Englischer Garten wurde meine Stimmung bei Ofrin + Band schlagartig besser. Rock und Jazz in einer aparten Mischung wurde geboten und Ofrin, die junge Sängerin aus Israel, legte eine bemerkenswerte Performance hin.



3. Nach dem Konzert traf ich G., um mit ihr eine Balkanparty im Privat Club zu besuchen . Der liegt in Kreuzberg unter der Eisenbahn Markthalle in SO36. Die Disko ist klein und kuschelig.
Schön an den Balkanevents ist, dass ganz viele Tanzwütige kommen.
Sie fackeln auch nicht lange, bis sie loslegen.
Leider fing die Disko recht spät an, sie sollte um 23 Uhr beginnen, um 24 Uhr gings langsam los. Schade!

Promenadenkonzert

20.08.09

In der Kulturbrauerei erlebten T. und ich die Eröffnungsgala des 8. Open Air Klassik Sommer.
Es spielten die Berliner Symphoniker unter Leitung von Peter Christian Feigel.
Dem merkte man seine Erfahrung beim Berliner Polizei Orchester an. Es schrammelte und krachte ordentlich.

Das Solo am Klavier spielte Derek Han sehr wacker.
Das Programm:
1. Michail Iwanowitsch Glinka, Ruslan und Ludmila - Ouvertüre
2. Sergej Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 2
3. Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“


Die Atmosphäre im Hof war sehr nett, doch musikalisch enpfand ich die Qualität eher als mittelmäßig. Einzig das 2. Stück mit dem guten Solisten am Klavier war guter Standard.
Insgesamt waren 25 Euro für einen Platz neben der Bühne, mit schlechter Akustik, auch unangemessen.

Einen brenzeligen Schlußpunkt setzte ein Feuerwerk im dunklem Nachthimmel über der Kulturbrauerei. Bei der Pyronale hatte bereits Peter Christian Feigel das Orchester dort dirigiert. Das Video suchte ich für alle mitlesenden PyromanInnen aus ;-)




Anschließend besuchten wir das feine kleine französiche Bistro " la Muse Gueule". Preiswertes und wirklich Leckeres wird hier serviert. Mein Favorit bei der Kulturbrauerei.
Restaurantkitiken: Berliner Fresse, Berliner Zeitung,