07.07.2026
- Ein Wandertheater hat kein festes Haus, aber die BesucherInnen müssen nicht mitwandern.
So saß ich im Freien auf dem Platz vor der Peitzer Festung und harte der Dinge, die da kommen sollten.
Es wurde Der eingebildete Kranke von Moliere gegeben.
Ein für HypochonderInnen schwer zu ertragendes Stück, aber wer nichts von Ärzten hält, dessen Vorurteile werden gut bedient.
Die Geschichte: Ein reicher Mann leistet sich mehrere Ärzte für seine diversen eingebildeten Krankheiten. Da auch für Ärzte Geld nicht stinkt, nehmen sie ihn aus wie eine Weihnachtsgans.
Um Kosten zu sparen, will er seine Tochter mit einem Mediziner verheiraten.
Doch die junge Dame hat sich in ihren Musiklehrer verguckt und verweigert sich der arrangierten Ehe.
Aber zu guter Letzt darf sie heiraten wen sie mag und der "Kranke" wird gesund.
Die Komödie wird vom Theater 89 nicht nur in Peitz gespielt, die Truppe wandert durch Brandenburg.
- Das Jazz Institut Berlin lud zu einem kleinen dreitägigen Festival ins Haus. Dort stellten die StudentInnen und ihre ProfessorInnen die musikalischen Ergebnisse des letzten Jahres vor. Ich hatte wenig Zeit, so dass ich nur ein Konzert der Bigband genießen konnte. Wärend des Auftritts traten zwei sehr qualifizierte junge Sängerinnen auf. Aber auch der kurze Besuch hat sich gelohnt. Nächstes Jahr nehme ich mir mehr Zeit fürs Festival.
- Wer Gören und/oder EnkelInnen hat, ist auf für die jeweilige Altersgruppe angepasste Kultur Events angewiesen.
Deshalb besuchte ich mit dem knapp drei Jahre alten Enkel und der Mutter das Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld. Wenn ihr jetzt denkt, ich spinne, der irrt nicht ganz. Luftschlösser sind Traumgebilde, die in der Realität nicht existieren. Doch dieses Schloss ist keines, es ist ein Rundbau aus Holz, ein wenig wie die der Shakespeare Zeit in London. Ohne Dach, mit Zuschauerplätzen in Stufen und einer Bühne.
Unter dem Motto : "Kleine Ohren, großes Blech" schepperten die Blechkuchen Brass los. Die musikalische Auswahl bestand aus Oldies, die auch die Erwachsenen mitsingen konnten. Ich, der mit 73 Jahren das wohl kaum beurteilen kann, fand den Auftritt nicht wirklich kindgerecht. Aber der 2,5 Jahre alte Enkel sah recht glücklich aus und fand es spannend, am Schluss die Instrumente auf der Bühne anzuschauen. Er kann leider noch nicht gut sprechen, deshalb fehlt sein Kommentar.
- Mal wieder Kino, diesmal ein Erstbesuch in der recht neuen Neue Zukunft im Süden von Friedrichshain. Ob des Wetters war open air angesagt.
Die Zukunft sieht sehr zusammen gezimmert aus, hat aber Charme, wenn man/frau so etwas ertragen kann.
Ich sah Hammet, der Regisseurin Chloé Zhao, nach einer Romanvorlage. Geschildert wird die Beziehung von William Shakespeare mit seiner Frau Agnes und den Kindern. Eine Fernbeziehung, den er arbeitete in London und sie lebte auf dem Land in dem kleinen Dorf Stratford-upon-Avon im englischen Warwickshir. Nach seiner Karriere als Theaterschriftsteller lebten sie finanziell recht gut gestellt, doch der Tod ihres Sohnes belastete die Beziehung wohl heftig.
Den Film als Drama zu bezeichnen ist nicht falsch. Leider war aber auch einiger esoterischer Unsinn eingebaut. So starb der Sohn, weil er seiner todkranken Schwester sein Leben übertrug?!?
So mancher Mann dürfte jetzt denken: Typisch Frauen Film. Doch auch mich rührte die Geschichte an, und meine weibliche Begleitung sowieso. Doch wie der Volksmund sagt, in der Kürze liegt die Würze, ein wenig zu lang war er doch.
- Für die Sesselpupser unter euch habe ich ein Video ausgesucht. Sting in concert im Reichsmuseum Amsterdam vor der Kulisse von Rembrandts Nachtwache. Lasst euch bezaubern!












