Nach dem Marktflecken Krumau endlich eine richtige Stadt.
Ich besuchte zum ersten Mal Wien und war begeistert, diese Metropole kann Berlin in vielem das Wasser reichen. In dieser Stadt ist es schon ein besonderes Gefühl spazieren zu gehen und dabei an den Häusern durch Infos ständig an die berühmten Bewohner erinnert zu werden, leider haben sie jedoch vergessen Tafeln anzubringen, die an die jüdischen Bewohner erinnern, die sie ins Gas schickten.
Viele Tipps und Konzert- und Theater Karten verdanken wir einer lieben Freundin in Wien.
SAMSTAG

Die Wiener Symphoniker gaben ihr Bestes, doch leider wird mir bei so Weichgespültem, was geboten wurde, flau im Magen, als ob ich zu viel Mozartkugeln verzehrt hätte.
Die Akustik im Musikverein ist hervorragend, bei musikalisch spannenderen Konzerten sehr empfehlenswert.
SONNTAG


Besonders an ihrem malerischen Gestalten ist, dass sie versucht Gefühlen Farbe zu verleihen.
Ich konnte mit den meisten Bildern nicht viel anfangen.

Sozusagen ein Österreichisch Habsburgisches Herrscherepos.
Trotz anfänglicher Skepsis ob dem Inhalt des Stückes wurde ich überzeugt.

Alleine der "kleine" Seitenaufgang auf dem Foto rechts ist prachtvoll genug.
Eine Führung ist Pflicht!

Das Zeitalter Habsburgs beginnt treffend dargestellt.
MONTAG

Leider ließen die Stadtpolitiker zu, daß das Ufer fast komplett verbaut wurde.
Wir mieteten uns ein Kanu und paddelten herum.

DIENSTAG

Neben den eher unnützen religiösen Funktionen war er bis ins letzte Jahrhundert Beobachtungspunkt der Feuerwehr und bei der Belagerung durch das Osmanische Reich diente er als militärischer Ausguck.


MITTWOCH

Leider hat mich das Überangebot etwas erschlagen (es waren noch 3 weitere Ausstellungen) und ich wollte ja noch in zwei andere Museen. So übersahen wir, dass im Keller eine Sammlungen der Zeichnungen von Schiele untergebracht ist.

In die Kunsthalle bin ich dann lieber alleine, zur Ausstellung mit dem Namen, "the porn identity - Expeditionen in die Dunkelzone. Das Thema war der fließende Übergang zwischen Porno und Kunst. KünstlerInnen überschritten schon immer gerne Grenzen und sex sells.
Das Foto rechts zeigt eine Requisit aus dem Film Clockwork Orange von Stanley Kubrik.

Eon McKai ist ein PornArt Künstler.

DONNERSTAG

Der Hase links begrüßte uns.
Es wurde uns einiges Spannendes geboten,
das Video unten hat dem Namen Babylon Plant. Eine Art pflanzliches Raumschiff, das von sich bewegenden Menschenmassen durchquert wird, die farblich überlagert sind. Eine sehr feine Arbeit von Jakub Nepras.
Einen Überblick über seine Werke in einem Video.

Die Bilder riefen bei mir Erinnerungen an den Zeichentrickfilm Persepolis von Marjane Satrapi wach, in dem es auch um ein junges Mädchen geht, das während der Revolution aufwächst.
Das Einzwängen der Frauen in die Vorgaben des traditionellen Islam ist für viele Iranerinnen traumatisch.

Wir zogen danach glücklich den Hang hinunter.
Unbedingt nachmachen.

Die Story ist simpel. Ein Hehler will seine Frau benutzen um den auf sie angesetzten Polizisten zu binden, um seine Schmuggelware in Ruhe über die Grenze zu bringen. Doch dann begreift die Frau, dass sie von beiden für deren Zwecke ausgenutzt wird. Sie dreht den Spieß um, hetzt beide gegeneinander auf und ist am Schluß eine reiche Witwe.
Das war sehr gut inszeniert. Die Leistung der Schauspieler ist sehr hoch zu bewerten und die Deko aus einem Mikado von gefällten Bäumen war genial.
Dem Regiseur Martin Kušej ist ein Bravourstück gelungen.
Andere Kritiken.

Die gespielten Titel waren überwiegend gut, so begannen die Beine zu zucken.
Das letzte Mal Salsa war schon eine Weile her, aber mit ein wenig Mut schoben wir uns auf die Tanzfläche und wackelten rhythmisch mit dem Po, so wie es sich in Kuba gehört.
Leider war der Wein teuer und schlecht, nie dort Wein trinken.
Trotzdem war dies ein netter gelungener Abschluß in Wien.