22.10.2009
Gut sah das Wetter nicht aus, so zogen wir die Regenjacken an und freuten uns, dass an diesem Tag der Besuch im Arsenal angesagt war, dort wurde uns durchgängig Überdachung geboten.
Mit der Flotte kontrollierte sie das Mittelmeer und so wurde die Stadt mächtig durch Handel mit Slawen (Sklaven) und Salz. Durch die geografisch günstige Lage konnten die reichen Venezianer über 1000 Jahre die Stadt beherschen.
Heute sind die Venezianer schlechter organisiert. Ich stand 30 Minuten im Regen, um Karten für uns zu kaufen. Nach Zahlung von je 18 € Eintrittsgeld durften wir die Biennale 2009 betreten.
Wir begannen unseren Sehweg in der von Daniel Birnbaum kuratierten Hauptaustellung mit den Titel Welten machen.
Die dort entstandenen Schnappschüsse wählte ich nach eigenem Gusto aus und die Reihenfolge entspricht unserem Fußmarsch. Ich beschreibe sie nicht, aber die / der KünstlerIn und wenn möglich der Titel wird benannt.
Simone Berti, 2008 - 2009, Graphit + Kohle auf Papier
Jan Hafström, The eternal Return, 2003, Acryl auf MDF Platte
Pascale Marthine Tayou, Human Being, 2007 -2009, Installation Mixed Media
Haegue Yang, Series of Vunalerable Arragements - Concerns toward Personal Limit, 2008, Installation, Mixed Media
Moshekwa Langa, Temporal Distance (with a criminal intent), you will find us in the best places, 2009, Installation Mixed Media
Madelon Vriesendorp, Mind Game, 2009, Installation
Hector Zamora, Swarm of Zeppelin, 2009, Mixed Media
Spencer Finch, Moondust, 2009, Lichtinstallation
Aus dem Hallen gingen wir in den Außenbereich. Es war zwar kalt, aber der alte Hafen war schön anzusehen.
Tamara Grcic, Gaggiandere, 2009, Installation, Rettungsinseln, Sound
Simone Berti, o.T., 2007, Stroh, Holz, Stahl, Epoxydharz
Weiter gingen wir in die italienische Halle, die unter dem Titel COLLAUDI. Omaggio a F. T. Marinetti steht. Dieser war Begründer des Futurismus und ein überzeugter Faschist an der Seite von Musollino. Hat Berlusconi, der ja gerne den Faschismo relativiert, an dieser thematischen Vorgabe mitgearbeitet? Kritik wurde in dieser Halle nicht geduldet. Trotzdem war auch Spannendes und Anrührendes zu sehen, wie z.B. das Video von Valero Berruti.
Nicola Bolla, Orpheus´s Dream, 2009, Kristalle, Eisen
Bertozzi u. Casoni, Rebus, 2009 , Polychrome Keramik, Mixed Media
Nicola Verlato, Beauty of Failure, 2009, Öl auf Leinwand
Weiter gingen wir in die lateinamerikanische Gemeinschaftshalle.
Dario Escobar (Guatemala), Kukulkan, 2009, Fahrradreifenmäntel
Dann besuchten wir Chile. Dort sahen wir einen u.A. Spiegelbrunnen, der die Illusion einer unendlichen Tiefe erzeugte.
Ivan Navarro, Bed, 2009, Skulptur, Neon, Spiegel
Wir schauten noch einmal auf den Hafen, um einen kleinen Stadtbummel zu beginnen.
Leider pieselte es regelmäßig immer wieder, so dass sich längere Spaziergänge verboten.
Ganz ohne Kunst hielten wir es dann doch nicht lange aus. Wir besuchten im Vorbeigehen einen kleinen Ableger des australischen Biennale Auftritts in der Ludoteca (Kinderzentrum) Santa Maria Ausliatrice.
Vernon Ah Kee, Cant Chant, 2007 - 2008, Installation Surfbretter bemalt

Also hingehen und geniessen.
Nach einem schönen Tag fuhren wir wieder mit einen Vaporetto ins Hotel.