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Preview der Preview Berlin

19.09.2013

Zur Vorschau der Preview fand ich mich mit J. in den Opernwerkstätten nah beim S-Bahnhof Nordbahnhof ein. Diesen Ort kannte ich bisher nicht. Auf ihm befindet sich ein Fabrikgebäude. Dort im Obergeschoss fand eine der Verkaufsausstellungen zu Berlin Art Week statt.

Nachden wir unseren Obolus von 5 € pro Nase entrichtet hatten durften wir die mit 77 Verkaufskojen vollgestellte Halle betreten. Hier waren eher kleinere Galerien überwiegend aus Europa vertreten.
Viel Kunst zum Gähnen war dabei, was mir gefiel seht ihr unten.

Zerbrochenes Mädchen, 2013
Die riesigen Holzschnitte von Franca Bartholomäi waren bezaubernd. Besonders gefiel mir wie die Frau oben sich eine eigene Welt zurecht schnitzt.
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"Eigenartig vertraut" wirkten die sehr menschlichen Holzfiguren von Yasam Sasmazer.
Doppelgänger, 2013
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An Tamara Mullers Bildern begeisterten mich die Augen der von ihr gemalten Personen.
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Ja, wenn man ein Ei auf dem Kopf zerschlagen bekommt ...
Leo Ferdinandino Demetz stellt seine aus Plastilin geformten Figuren gerne in ungewöhnliche Situationen.
nessun rispetto, 2009
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Ari im Trasch Kostüm, 2012
Lovro Artukovic hat sein Modell in ein rauschendes Kleid aus Luftpolster Verpackungsmaterial gesteckt und in Öl gemalt.
Respekt!
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Women Bigact, 2013
Believe in me, 2013
Samuel Saldeco will nicht schöne Menschen darzustellen, seine Skulpturen zeigen Personen mit Orangenhaut und Fettbauch. Er ist irgendwie ehrlich.
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Maik Scheermann malt mit Tusche auf Zeichenfolie. Immer sind in den Zeichnungen Bäume zu sehen. Dadurch das er Vorder- und Rückseite bemalt entsteht Tiefe. Interessant!
Serie: min lore ea eum
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Incarnation, 2012
Jose Cobos Kunstwelt bevölkern Kleinkinder die beginnen ihre Umgebung zu erkunden. Sein Material ist Hartwachs. Bemerkenswert!
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Hye-Won Choi benutzt verschiedene Techniken und Materialien in einem Bild. Dabei schafft sie Stimmungsvolles.
Sie traktiert die Leinwand mit: Fineliner, Ölkreide, Acrylfarbe, Ölfarbe und Faden.
Drei Frauen, 2012
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Press, 2012
Jesus Lizaso arbeitete mit natürlich gewachsenem Eichenholz. Er puzzelt so lange herum bis er Stücke findet die zueinander passen. Sicher eine Arbeit die viel Geduld fordert, aber das Ergebnis gibt ihm recht. Ein wirklich beeindruckendes Werk.
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Der Besuch der Preview hat sich also gelohnt.

Flughafen, Flughafen

17.09.2013

Die Eröffnungsparty der Berlin Art Week wollte ich nicht missen.
Leider tauchte auch noch der etwas trottelige Berliner Bürgermeister auf und dachte, er findet ein dankbares Publikum. Schließlich steht seine Senatskanzlei fast auf jedem Programmheft als finanzieller Unterstützer.

So meinte er wohl viele Claqueure zu finden.
Doch verschenkt er ja nicht das eigene Geld, sondern er verteilt Steuergelder. Ähnlich wie er nicht seine eigenen Millionen in den Flughafen Klaus Wowereit versenkt hat.
So standen nur wenige Menschen vor der Bühne und klatschten sehr sparsam. Auch ich ging nur vorbei.
Konnte es mir jedoch nicht verkneifen zweimal laut Flughafen zu rufen, was ihm sichtlich peinlich war.

Doch es gab auch Spannendes auf dem Fest, das sich schnell füllte. Auf der Auguststraße gab es Stände mit Futter und Getränken und alle Galerien waren geöffnet.

Dritte Schwester, 2012
J. + und ich besuchten zuerst den Me Collectors Room. Thomas Schütte übersandte "Schöne Grüsse", von ihm war Gemaltes und Skulpturen zu sehen.
Thomas Schütte kannte ich bereits aus Köln. Dort liegt von ihm ein spiegelnder Frauenakt vor dem Museum Ludwig und im Figurengarten befindet sich eine Steinfigur.

o. T. 1992
Beide Arbeiten gefielen mir sehr gut.
In der Ausstellung im Me war ich von den Werken nicht durchgängig begeistert.
Die von ihm grob geformten Großskulpturen erinnern mich an Michelin Männchen und ich fand sie ausdruckslos.
Vom Gemalten erschien mir auch nicht alles gelungen. Gerade die großflächigen Farbbilder fand ich recht langweilig.
Doch den übergroßen Kopf 'dritte Schwester' aus Stein oben fand ich bezaubernd, auch die Dame auf dem Bild links gefiel mir.

Die Galerie Weißer Elefant war unsere nächste Schaustelle. Astrid Köppe stellte dort aus. "Pareidolia" darunter verstehen Psychologen ein verbreitetes Phänomen, in völlig abstrakten Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände erkennen zu wollen.

Eigentlich beschreibt dies nur Phantasien, ohne die Menschen kaum kreativ wären.
Auch KunstbetrachterInnen würden ohne Phantasie nur Fettecken sehen.
Die Kugeln auf der Tapete wären dann auch überflüssig und könnten weggeputzt werden.
Astrid Köppes Arbeit gefiel mir.

Holger Bär, Park, 2009
Weiter zogen wir in die Galerie Deschler. Unter dem Motto "Painting Water" war eine Gruppenausstellung zu sehen.
Diese mal ein schwachsinniges Motto, zwar gab es einige Bilder, in denen Wasser dargestellt war, aber nur ein paar.
Aber ich entdeckte zwei Bilder, die mir besonders zusagten.

Xenia Hausner, ÜberLeben, 2011
Leider wurde es überall immer voller. In den Galerien herrschte ein fürchterliches Geschiebe.
Trotzdem ich sah noch diese herrliche Arbeit.
Wieder fehlte das Wasser, doch die beiden Frauen machten auch nicht den Eindruck, als wenn es ihnen gerade fehlt.
Auch draußen auf der Straße wurde es eng. Denn Versuch in die Kunst Werke zu gelangen, brachen wir ob der langen Schlangen vorm Eingang ab.

So standen wir noch ein wenig herum, dann strebte J. Heim und ich versumpfte noch etwas im Clärchens Ballhaus.




Kunst schaut auf Kranke

15.09.2013

Was tun, wenn man / frau sonntagnachmittags Hummeln im Hintern hat, das Fahrrad mit den Hufen scharrt und der kleine Kunsthunger kommt, da fährt man / frau ins Krankenhaus.
Das nächste ist zum Glück nicht weit.

Im langen Hauptgang des Benjamin Franklin Klinikums hingen im Rahmen der Ausstellung "Kunstvisite" bestimmt hundert Werke recht lieblos an der Wand. Um Geld zu sparen, nutzte das Haus leider nicht entspiegelte Rahmen.
Trotzdem lohnt es sich, wenn sowieso ein Aufenthalt im Krankenhaus ansteht, den dort zu planen, denn bis zum 30. November hängen die Bilder.
Vielleicht liegt ja auch Jemand / Jefrau dort, dann bitte beim Besuch eine halbe Stunde für die Kunst einplanen.

Was uns gefiel und nicht zu sehr spiegelte, haben wir für euch geknipst.
Wenn ihr manchmal unseren Schatten seht, ist nicht unsere Schuld.

Wer hier vergessen wird, hat wenigsten was zu schauen
Karin Flora Hirsch, Familien Bande "Was sich liebt, das neckt sich"
Wolle, Seide, gefärbte Maulbeerseide
Karen-Kristina Block-Thieß
In Wirklichkeit erkennen wir nichts, denn die Wahrheit liegt in der Tiefe. Demokrit
Fidels Daughter
Plusminus = Error =
Unberechenbar

Andreas Schoelzel, Da hat einer seine Schäfchen
nicht rechtzeitig ins Trockene gebracht
Maria Luise Morales Torres
Espera

Ulrike Schmidt
Die sechzehn Kleider der
Maria Sybilla Merian
Frank Roters, Bicentenario (zweihundertjährig)
Ulrike Kleinloh
Motel Aglou - Marokko
Regine Marx
Briefe aus Jaffna
Nele Probst, Luftballon
Rolf Steinhausen, 2 braune Häuser
Manchmal könnte ich heulen, ob der vielen guten Künstler, die zu wenig Aufmerksamkeit erfahren.

Russischer Sandmann

14.09.2013

Dieses Mal bestimmt eine russische Kulturnudel das Abendprogramm.

1. Galerie Sandmann

In diesen Ausstellungsräumen werden Werke russischer KünstlerInnen gezeigt. Dieses mal, der so genannten zweiten Avantgarde, die nach dem Ende der Stalinzeit 1955 begann die Fesseln des Sozialistischen Realismus abzustreifen. Sie bauten dabei auf die Kunst der dreißiger Jahre auf und wollten sie weiterentwickeln. Leider wurde jedoch die offizielle Kunstpolitik nur kurz geöffnet. Es dauerte nicht lange, dass die KünstlerInnen der zweiten Avantgarde in den Untergrund gedrängt wurden.

Ein Sammler, der nicht genannt wurde, hat in der Zeit von 1965 - 1983 deren Werke gesammelt und Ausgewähltes aus dieser Zusammenstellung wurde gezeigt.
Unten seht ihr drei Werke, die mir besonders gefielen.

Das Markenzeichen des Künstlers sind Spielkarten. Diese finden sich in allen seinen Bildern.
Hier hat er in Ermangelung von Leinwand Karton bemalt.
Die zugefügten Narben beeindruckten mich.
Vladimir Nemukhin, Pasyans, 1982
Dimitri Krasnopevtsev
Komposition, 1967
Diese Bild brachte mich auf den Gedanken, dass der Künstler 50 Jahre ohne Außeneinflüsse gefangen war und nach der Freilassung genau in dem Stil weiter malte wie zuvor.  
Eine kleine Zeichnung mit Witz.
Hätte der Künstler den Strahl der Dusche nach unten gelenkt, die Zensur hätte ihn geliebt. Witziges findet jede Diktatur gefährlich.
Ilja Kabakov, 1979
Unter der Dusche
Die Austellung ist noch bis zum 16. November zu sehen.

2. Skazka Orchestra
Das Wort Skazka bedeutet in Russisch Märchen, ist aber in diesem Fall auch ein Wortspiel mit dem in ihm enthaltenen Wort Ska, denn die Band spielte viel Ska. Die hüpfenden Fans brachten den Richardplatz in Neukölln zum Schwingen. Eine tolle Band, schaut selbst



3. Buchladen Nimmersatt
Den Abschluss des Abends verbrachten wir Bier trinkend im Kinderbuchladen Nimmersatt in der Dieffenbachstraße und schauten Videos eines russischen Künstlers. Auf Nachfrage, was "unsere" Raupe Nimmersatt mit Russland zu tun hat, erklärte frau mir, dass hinter dem Geschäft ein Multikulti Paar steckt.
Als ich dann im Internet erfuhr, dass "unsere" Raupe im Orginal „The Very Hungry Caterpillar“ hieß, musste ich mal wieder feststellen, dass was ich für deutsches Kulturgut halte, oft gar nicht so deutsch ist.
Der nette kleine Laden ist auf alle Fälle einen Besuch wert.

in den Wahnsinn

13.09.2013

Wenn ich ein Stück in der Schaubühne gesehen habe, muss ich oft für mich feststellen, dass ich in einem Weltklasse Theater war.
Schon die literarische Vorlage, "Die gelbe Tapete" von Charlotte Perkins Gilman, war klug gewählt.
Diese 1890 geborene Schriftstellerin schrieb das Stück 1892. Sie beschrieb den inneren Monolog einer Frau, die sich in einer verstärkenden Psychose verliert und sich am Ende umbringt.

Die Truppe setzt dies mit einem genialen Trick um. Die Darstellerin agierte stumm und tonlos in einem an der Vorderfront aufgeschnittenen Raum. Um sie herum sind Kameraleute unterwegs, die Nahaufnahmen liefern. Diese werden auf eine über dem Zimmer befindliche Leinwand projiziert. Rechts neben dem Zimmer befindet sich eine Glasbox, in der eine Sprecherin die Gedanken der Frau einspricht. Links in einem weiteren Glaskasten arbeitet eine Geräuschemacherin. Also eine Mixtur aus einem Filmset und einem Theaterabend.

Für die Liebste und mich war dies am Anfang gewöhnungsbedürftig. Es gab beinah zu viel gleichzeitig zu sehen. Nach kurzer Zeit gelang es uns jedoch alles als Gesamtbild aufzunehmen.
Am Beginn befand sich im Zimmer mit der gelben Tapete noch der Ehemann der Frau.

Doch da sah sie schon in den Mustern auf der Wand Bewegung. Auch, um dies zu verheimlichen, komplimentierte sie ihren Mann hinaus.
Allein im Zimmer brach der Wahnsinn richtig los. Sie meinte hinter der Tapete sei eine Frau eingesperrt.

Also beginnt sie in mühevoller Kleinarbeit das Papier von den Wänden zu kratzen. Diese Arbeit ist langwierig und qualvoll. Außerdem musste sie die Aufmerksamkeit ihres Mannes und der Haushaltshilfe abwehren und diese daran hindern, dass sie das Zimmer betreten.

Als sie es endlich geschafft hat, die Gefangene zu befreien beginnen die Frauen sich näher zu kommen. Enden tut die Geschichte, als die Hauptperson in die Badewanne steigt und ihre Freundin ihr den Föhn reicht, der unter Spannung steht.
Ende schlecht, alles schlecht.

Nicht ganz, natürlich war der Verfall der Frau fürchterlich anzusehen. Aber durch die Umsetzung mit dem sichtbaren hohen technischen Aufwand konnte ich dazu etwas Distanz aufbauen, was ich durchaus als angenehm empfand.
Mir gefiel die Umsetzung des Stoffes ausgesprochen gut. Alle aus dem Team arbeiten exzellent zusammen.

Kritiken der Anderen: Nachtkritik, Deutschlandradio, Tagesspiegel,

Alle Fotos  © Stephen Cummiskey 

Die Mitwirkenden waren: Regie Katie Mitchell
Bühne Giles Cadle
Kostüme Helen Lovett Johnson
Bildregie Grant Gee
Video Jonathon Lyle
Musik Paul Clark
Sounddesign Gareth Fry, Melanie Wilson
Licht Jack Knowles
Beratung Geräusche Ruth Sullivan
Dramaturgie Maja Zade

Anna Judith Engel
Annas Gedanken Ursina Lardi
Christoph, Annas Ehemann Tilman Strauß
Tania, Kindermädchen Iris Becher
Frau hinter der Tapete Luise Wolfram
Foley Sound Effects (Geräusche) Cathlen Gawlich
Kamera Andreas Hartmann, Stefan Kessissoglou

Verrückte Künstler

12.08.2013

Dass der Grad zwischen Kunst und Wahnsinn schmaler als zwischen Normalos und Wahnsinn ist, zeigt das Schicksal viele KünstlerInnen.
Doch auch einige psychatrisierte Menschen, ohne künstlerische Vorbildung, entwickeln den Drang sich kreativ auszudrücken. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert erkannte der Psychiater Hans Prinzhorn dieses Potential bei seinen Patienten.
Doch es gibt logischerweise auch viele KünstlerInnen, die in der Klinik landen.
Eine solche präsentierte die Galerie ArtCru, die sich auf Kunst von Irren spezialisiert hat.
Jutta Jentges studierte Kunst in Nürnberg, stellte viel in der Bundesrepublik aus, bis sie in eine persönliche Krise geriet. Seit 2005 mied sie die Öffentlichkeit und war auch bei der Vernissage leider nicht persönlich anwesend.
Neben ihren Assemblagen aus bemaltem Holz und Metall, schreibt sie Gedichte und psychiatriekritische Aufsätze.

Bei der Eröffnung
Das Auge des Baumes
Flieg Engel, Flieg
Blaue Rose
Frau mit Trichter
Sehnsucht
Danach draußen vor der Tür

Mir gefielen die ausgestellten Arbeiten gut.
Schön war auch die Zeit nach der Bildervorstellung. Draußen im Zelt gab es günstig Wein und so weiter und Kürbissuppe gegen Spende. Die Vernissagen in der ArtCru sind bezaubernd.

Bye, Tanas, bye, bye

07.09.2013

Die letzte Vernissage in der Galerie Tanas vor der Schließung. Sie versucht uns Deutschen seit 2008 die türkische Kunstszene nah zu bringen.
Das Wort TANAS ist ein Anagramm von Sanat, dem türkischen Wort für Kunst.
Die Ausstellung The Unanswered Question - İskele 2 präsentierte eine Auswahl der Werke, die auf der Biennale in Istanbul zu sehen sind. Sie ist eine Wiederauflage der Nummer 1, die vor zwanzig Jahren in Deutschland stattfand und die erstmals die Augen der Kunstinteressierten für die Szene Türkei öffnete.
Ein Teil der Werke von Iskele 2 wird parallel in der Galerie des Neuen Berliner Kunstvereins gezeigt. Dort fand auch das Fest zur Vernissage statt, doch dazu später.
Arbeiten, die wir in Tanas spannend fanden, stellen wir euch vor.

Enough ?, 2013
Wie meist bei großen internationalen Kunstausstellungen war natürlich eine Finnin dabei.
Maaria Wirkkalas Installationen hatten mich schon in der Weserburg in Bremen beeindruckt.
Dort hatte sie hunderte kleine Plastiktiere in Richtung Arche Noah marschieren lassen.
Hier hat sie ein ehemaliges Klo in einen Fixerraum umgestaltet.
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Adel Abidin, Ping-Pong, 2009
Zur Situation: Alles ist wie bei einem Tischtennisturnier, zwei Spieler, eine Platte und eine Gruppe Schiedsrichter, nur anstatt des Netzes liegt eine Nackte auf dem Tisch. Doch sie ist kein toter Gegenstand, bei jedem Treffer hört man / frau ein leises Jammern und es entsteht ein Bluterguss. Das Video ist verstörend aber sehr klug.
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Olaf Menzel bedruckt Aluminiumfolien und zerknautscht sie anschließend. Beeindruckende großformatige Arbeiten.
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Pravdoliub Ivanov,
Fary tale device crashed, 2013
Der Künstler stellt die Situation nach, wenn ein nach einem Regenguss vereister fliegender Teppich mit hoher Geschwindigkeit auf ein Wand trifft. Nicht übel!
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Dieses Werk der Künstlerin fügt beide Seiten der Welt mit dem Mittel von gerundeten Drahtbügeln zusammen. Auf der anderen Seite hängt ein Plastikbeutel.
Wer dabei an Umweltprobleme denkt, liegt wohl nicht falsch.
Mona Hatoum, United, 2011
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Gespräche nach der Vernissage.

Danach zogen wir weiter zum Neuen Berliner Kunstverein an der Chausseestraße. Dort waren im Hof Biertische aufgebaut und es gab Speis und Trank. Die Temperatur war mild und so ließen wir uns nieder. Wir aßen Merguez und tranken Roten, bis wir keine Lust mehr hatten, den anderen Teil der Ausstellung anzusehen. Das müsst ihr selber tun.

Das Copyright für alle nicht ausgezeichneten Fotos liegt bei Irmeli Rother

Garcia Marquez im Morgenstern

06.09.2013

Manchmal ist es nett, besonders wenn die Liebste von der Arbeitswoche müde ist, am Freitag eine kleine Veranstaltung um die Ecke vom Zuhause zu besuchen. Leider findet sich jn Steglitz in dieser Beziehung sehr wenig.

Ab und zu bietet das Antiquariat Morgenstern Entsprechendes.
Diesmal las dort Matthias Blume aus dem Band „Zwölf Geschichten aus der Fremde“ von Garcia Marques und Adriana Balboa spielte Stücke des Komponisten Máximo Diego Pujol, der durch die Geschichten inspiriert wurde.

Die Geschichten sind in Spanien angesiedelt und haben eine Tendenz in Richtung Grusel. Da steigt z.B. eine Frau in einen Überlandbus und endet ausweglos in der Psychiatrie.
Die Veranstaltung entwickelte sich gut, wir genossen dabei Roten und die Mitarbeiter freuten sich.