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Oh, Don Giovanni!

05.01.2011

Ein Mann, der die Frauen liebt und dem sie zu Füßen liegen, ist ein beliebtes Motiv in Buch und Film. Don Juan, eine Saga um einen spanischen Adligen und Schürzenjäger, ist eine solche Geschichte. 
Mozart verarbeitete diesen Stoff im Jahre 1787.

Das damals uraufgeführte Singspiel Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni. verlegte die Handlung nach Italien und stellte dem Don einen etwas tumben Diener (Leporello) zur Seite. Diese Paarung ist der italienischen Commedia del Arte entlehnt.

Die Handlung ist schnell erzählt:
Don Giovanni tötet den erbosten Vater einer von ihm Verführten. Diese verfolgt ihn deshalb und macht damit auch so manchen Versuch neues "Frischfleisch" aufzureißen zunichte. Er kann sich oft nur mit Hilfe seines Dieners retten, bis er vom Geist des Vaters in die Hölle gejagt wird. Und die Moral von der Geschichte ist ...
Mozarts Oper in zwei Akten um diese Geschichte ist ca. 160 Minuten lang.
Ich sah sie in der Komischen Oper Berlin, für die diese Opera buffa wie die Faust aufs Auge passt.

Die turbulente Handlung und der Gesang entsprachen dem Original, nur die Kostüme und das Bühnenbild waren aus der Gegenwart. Dies ergab einen netten Kontrast.
Schauspiel und Gesang fand ich überzeugend.
Der Schlußapplaus war tobend.

Als netten Gimik bietet das Haus Displays im Sitz davor, auf denen man / frau den Text in verschiedenen Sprachen mitlesen kann. Das ist eine viel klügere und flexiblere Lösung für die Verständigungsprobleme der Oper, als die riesigen Anzeigen direkt über der Bühne, die ich in vielen anderen Häusern sah.

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