Dieses Blog durchsuchen

Außer Atem

 18.03.2026

- Für Filmfreunde ein Muss, Nouvelle Vague von Regisseur Richard Linklater.
Der Film ist ein Zeitfenster ins Jahr 1960, er zeigt wie es dem etwas exzentrische Filmemacher Godard gelang, den Gangsterfilm Außer Atem zu drehen.
Um es wie eine Doku wirken zu lassen, ist alles in schwarz/weiß gedreht. Von Schauspielern verkörpert treten viele bedeutende Personen der Nouvelle Vague (Neue Welle) auf. Der Dreh ist so chaotisch, wie ich mir vorstelle das Jean-Luc Godard war. Nun trotzdem gelang es ihm einen internationalen Erfolg zu erzielen und eine Ikone der Kinokultur zu realisieren

- Eine lange Tafel mit griechischen Tapas, gemeinsam speisen wir am Tisch mit einem Frauenchor, was will frau/man mehr.
Die singenden Frauen nennen sich Perperúna Ensemble und die Lieder, die sie vortrugen, entstanden bei einer Exkursion auf dem griechischen Festland in der Region Epirus. Dabei filmten sie das Leben der älteren ländliche Bevölkerung auch beim traditionellen polyphonen Gesang und lernten deren Lieder.

Der Chor ist ein spannendes Projekt und das aktuelle Programm hieß Yiofirja, ein Besuch in Epirus. Der Name der Singgemeinschaft leitet sich von einer auf dem Balkon verbreiteten Regenzeremonie ab.

- Das Utopia Orchester lud in die katholische Akademie ein, es erklang ein Oster Oratorium, komponiert von Paul Brody.
Das Orchester ist inklusiv, z.B. war der Mann am Klavier blind.
Der Komponist ist auch Trompeter und von den 17 Hippies bekannt.
Während des Konzerts wurde Poesie vorgetragen, nicht nur gelesen, auch gesungen.
Mir und meiner Begleiterin gefiel das Konzert.
Hinter dem Orchester und den Auftritten steckte die Organisation KulturLeben Berlin. Diese kümmert sich darum, dass finanziell Bedürftige kostenlosen Zugang zu Kulturveranstaltungen erhalten. Das Spektrum der Institutionen ist breit aufgestellt, da ist wohl für jeden etwas dabei.
KulturLeben bat auf der Veranstaltung um geldwerte Unterstützung, Spenden und Mitgliedschaften sind erwünscht.

- Mal wieder ins Kino. Diesmal sah ich La Grazia (Die Gnade) vom italienischen Filmemacher Paolo Sorrentino.
Es geht um Entscheidungsverweigerungen und böse Erinnerungen, die den Staatspräsidenten kurz vor dem Ende seiner Amtszeit plagen. Also wird ein wenig Einblick in Machenschaften der Politikerkaste geboten.
Die cineastische Umsetzung des Stoffes, Kamera, Ton und Licht ist exzellent, nur leider interessierte mich die Geschichte Null. Doch es war schön mal wieder italienisch zu hören.

Kritiken der Anderen: TAZ, epd, Frankfurter Allgemeine

- Der Mitschnitt eines Sting Konzerts im Reichsmuseum Amsterdam ist hier zu hören. Hörenswert!