09.04.2026
- Im Scharf-Gerstenbergmuseum, das surrealer Kunst als Schwerpunkt hat, gibt es eine Filmreihe, die sich das selbe Genre vornimmt.
Wer bei Surrealismus an die Kultur Strömung der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts denkt, denkt nicht falsch, aber die Bewegung findet bis heute NachfolgerInnen. Vielen KünstlerInnen ist die Realität zu simpel.
Die Geschichte von King Kongs Faust: Ein wenig erfolgreicher Filmjournalist sieht im Rahmen der Berlinale einen Stummfilm, dessen Regisseur als verschollen gilt. Also beginnt er zu recherchieren, erfährt den Namen und hofft auf eine finanziell lukrative Geschichte.
Doch als er dabei nicht viele Fakten findet, beginnt er die Lücken fantasievoll auszufüllen. Die so entstehende Legende kann er gut verkaufen und er dreht einen Film. Fake News aus dem Jahr 1984!
- Eine Solo-Performance im Radialsystem. Maria Kalesnikava beschrieb sprachlich und tanzend die Zeit in einem Gefängnis in Belarus. Dort landete sie weil sie gegen den Präsident Lukaschenkow positionierte. Es dauerte fünf Jahre, bis sie entlassen wurde und ausreisen konnte.
Ihre Vorführung war eindrücklich. Sie wollte sich damit auch bei den Menschen bedanken, die sie wärend des Knastaufenthalts unterstützten, die für ihre Freilassung demonstrierten.
- In der kleinen sympathischen Galerie Wolf & Galentz nah beim S-Bahnhof Wollankstraße schaute ich die Gedenkausstellung für den kürzlich verstorbenen Künstler Michael Ley, Spannende Arbeiten waren zu sehen, hauptsächlich gemaltes, aber auch Skulpturen. Diese waren bei Preisen ab 130 € durchaus erschwinglich.
Wer Tapetenwechsel auf der Wand wünscht und es sich leisten kann, sollte die Galerie besuchen.
Außerdem finden dort regelmäßig Konzerte aus der Reihe Soundscapes statt. Ich hörte die 50ste Ausgabe.
Aus diesem Anlass wurden Schnittchen und Sekt gereicht und von einer lustigen Combo improvisierte Musik geboten.
Die Musiker waren; Frank Gratkowski Bassklarinette, Klarinette, Flöte, Wilbert de Joode Kontrabass, Olavi Louhivuori Schlagzeug, Libero Mureddu Keyboard, Electronics, Harri Sjöström Sopran- & Sopraninosaxofon,
Sichtbare und hörbare Kunst verwoben sich zu einem schönen Abend.
- Im richtigen Kino sieht man/frau hoffentlich den richtigen Film.
Im delphi Lux sah ich Paris Murder Mystery.0
Eine Komödie mit Ausflügen in den Ernst des Lebens.
Mit Judie Foster und Daniel Auteuil hochgradig starbesetzt. Sie ist Psychologin und er Augenarzt und sie sind ein getrennt lebendes Paar aus dem jüdischen Milieu von Paris.
In ihrer beruflichen Arbeit ist sie etwas eingeschliffen, so überhört sie Warnhinweise auf die Selbstmordabsichten einer Patientin. The worst case für jede Analytikerin. 0
Ihre Schuld an den Suizid versucht sie zu verdrängen, indem sie eine Mordgeschichte imaginiert. Um den Täter zu finden tut sie sich mit ihrem Ex Mann zusammen und ihre Liebe flammt dabei wieder auf.
Sie finden die Täterin natürlich nicht, denn es gibt sie nicht. Das muss sie zu Schluss einsehen.0
Aber Ente gut Alles gut, sie fühlt sich zwar schuldig am Tod ihrer Patientin, wird dadurch aber milder, sie versöhnt sich sogar mit ihrem Sohn.
Und Schluß Aus; - Happy End!
Kritik der Anderen: epd, NDR, - Ein Interview mit der Regisseurin aus der TAZ

