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Drama, Oh Drama!

 08.05.2026

- Wenn ein Film mit dem Titel The Drama daherkommt hoffe ich, dass er mich nicht zu sehr herunter zieht, doch ich verließ die Vorstellung recht erheitert.
Zur Story: Ein Paar beschließt zu heiraten und trifft sich ein paar Tage davor mit Freunden, um die Weine für die Feier auszuwählen. Sie sind schon recht angeheitert, als ihre Freundin den Vorschlag macht, sich die schlimmste Sache zu erzählen, die man/frau angestellt hat.
Als die Braut erzählt, sie habe ein Massaker an ihrer Schule geplant, aber dann doch die Kurve gekriegt und das Vorhaben verworfen habe, da entwickeln plötzlich die Freunde und auch ihr Zukünftiger den Verdacht, sie wäre eine Psychopathin.
Ihre Freundin distanziert sich massiv, weigert sich als Brautjungfer zu fungieren und so wird zwar geheiratet, doch die anschließende Feier entwickelt sich zu einer Katastrophe.
Na ja, zum Schluss versöhnt sich das Paar, also Happy End.
Da die Figuren außer der Braut aber total überdreht agieren, hatte ich viel Spaß, es war lustig anzusehen, wie ihre Gedanken sich im Kreis drehten.. Ein typischer US Film mit einem typischen US Thema, manchmal denke ich, die spinnen, die Amis. Doch Vorsicht, Schulmassaker gab es auch bei uns.

Die Meinung der Anderen: epd, NDR, taz, Rheinische Post

- Schon wieder Kino und schon wieder ein surrealistischer Film im Scharf-Gerstenberg Museum. In de Dokumentation The Lions by the River Tigris spielen drei ältere Herren die Hauptrolle. Sie bewegen sich in der durch die Kämpfe gegen den IS in Trümmern liegende Altstadt vom Mosul. Diese Metropole des Irak liegt im Norden des Landes.
Die Geschichte: Der eine Herr baut ein Museum von Archefakten der zerstörten Stadt auf, der zweite fidelt zwischen Ruinen und der dritte bewacht die Trümmer seines Hauses vor Schrottdieben..
Wegen diesem etwas absurden Szenariums kam dieser Dokumentarfilm wohl in die Reihe der surrealistischer Filme. Eine RealistIn kann bei den Bildern einer solchen zerstörten historischen Altstadt nur heulen. Aber da hilft der Surrealismus Hoffnung zu schöpfen.

Die Meinungen der Anderen: InDieKino

- Zwei Freunde bereisten öfter Albanien und schleppten mich in einen albanischen Film mit dem Titel Bota
Die Geschichte: Der ziemlich paranoide Staats- und Parteichef der Sozialistischen Volksrepublik Albanien Enver Hoxha (gestorben 1985) sah im Land viele Feinde am Werk. Während seiner Regierungszeit kam es regelmäßig zu Umsiedlungen von missliebigen Familien.
Bei einer solchen Siedlung, mitten im Nirgendwo, steht eine Bude, das Cafe Bota.
Dort spielt die im Heute angesiedelte Handlung.
Juli arbeitet als Tresenkraft in der Bar ihres Onkels, einer etwas zwielichtigen Gestalt. Sie lebt in der Nähe bei einer Verwandten in einer der herunter gekommenen Plattenbauten. Als sie erfährt, dass ihre Mutter liquidiert wurde und ihr Chef die Entschädigung für den Tod ihrer Mutter unterschlagen hat, packt sie ihre Koffer und verlässt den Ort. 
Eine hässliche Geschichte aus einen bitterarmen Land.

- Life Konzerte haben neben der Musik und dem Geschehen auf der Bühne den Vorteil, dass sie, anders als Filme, dreidimensional sind. Ein Vorteil der besonders zum tragen kommt wenn man/frau eine gute Sicht auf die Musizierenden hat.
Ich besuchte ein Konzert des Radio Symphonie Orchester in der Philharmonie. Auf dem Programm standen Kompositionen von US amerikanischen Komponisten.

Leonard Bernstein „On the Town“ – Drei Tanzepisoden
Cindy McTee Adagio für Streichorchester
Samuel Barber Toccata festiva für Orgel und Orchester op. 36
Aaron Copland Sinfonie Nr. 3

Eigentlich nicht meine Lieblingsmusik, ich fand die Stücke etwas zu gefällig. Aber der Dirigent Leonard Slatkin und das Orchester gaben den Affen Zucker und so gefiel mir das Konzert doch.
Besonders spannend war für mich als von unter der Bühne die Orgel herauf gefahren wurde. Ich hatte die Orgel der Philharmonie noch nie bemerkt. Die Steuerung der Pfeifen an der Stirnseite des Raumes erfolgt elektronisch.
Manuale, Pedale und Register wurde von Cameron Carpenter genial bedient

- Wenn ihr mehr über den Wiederaufbau der Ruinen von Mosul wissen möchtet, eine Doku von arte.

Real - Surreal

 09.04.2026

- Im Scharf-Gerstenbergmuseum, das surrealer Kunst als Schwerpunkt hat, gibt es eine Filmreihe, die sich das selbe Genre vornimmt.
Wer bei Surrealismus an die Kultur Strömung der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts denkt, denkt nicht falsch, aber die Bewegung findet bis heute NachfolgerInnen. Vielen KünstlerInnen ist die Realität zu simpel.

Dieses Mal ein Film, der die Entstehung eines Films zum Thema hat.
Die Geschichte von King Kongs Faust: Ein wenig erfolgreicher Filmjournalist sieht im Rahmen der Berlinale einen Stummfilm, dessen Regisseur als verschollen gilt. Also beginnt er zu recherchieren, erfährt den Namen und hofft auf eine finanziell lukrative Geschichte.
Doch als er dabei nicht viele Fakten findet, beginnt er die Lücken fantasievoll auszufüllen. Die so entstehende Legende kann er gut verkaufen und er dreht einen Film. Fake News aus dem Jahr 1984!

- Eine
Solo-Performance im Radialsystem. Maria Kalesnikava beschrieb sprachlich und tanzend die Zeit in einem Gefängnis in Belarus. Dort landete sie weil sie gegen den Präsident Lukaschenkow positionierte. Es dauerte fünf Jahre, bis sie entlassen wurde und ausreisen konnte.
Ihre Vorführung war eindrücklich. Sie wollte sich damit auch bei den Menschen bedanken, die sie wärend des Knastaufenthalts unterstützten, die für ihre Freilassung demonstrierten. 

- In der kleinen sympathischen Galerie Wolf & Galentz nah beim S-Bahnhof Wollankstraße schaute ich die Gedenkausstellung für den kürzlich verstorbenen Künstler Michael Ley,  Spannende Arbeiten waren zu sehen, hauptsächlich gemaltes, aber auch Skulpturen. Diese waren bei Preisen ab 130 € durchaus erschwinglich.
Wer Tapetenwechsel auf der Wand wünscht und es sich leisten kann, sollte die Galerie besuchen.
Außerdem finden dort regelmäßig Konzerte aus der Reihe Soundscapes statt. Ich hörte die 50ste Ausgabe.
Aus diesem Anlass wurden Schnittchen und Sekt gereicht und von einer lustigen Combo improvisierte Musik geboten.
Die Musiker waren; Frank Gratkowski Bassklarinette, Klarinette, Flöte, Wilbert de Joode Kontrabass, Olavi Louhivuori Schlagzeug, Libero Mureddu Keyboard, Electronics, Harri Sjöström Sopran- & Sopraninosaxofon, 
Sichtbare und hörbare Kunst verwoben sich zu einem schönen Abend.









- Im
richtigen Kino sieht man/frau hoffentlich den richtigen Film.
Im delphi Lux sah ich Paris Murder Mystery.
Eine Komödie mit Ausflügen in den Ernst des Lebens.
Mit Judie Foster und Daniel Auteuil hochgradig starbesetzt. Sie ist Psychologin und er Augenarzt und sie sind ein getrennt lebendes Paar aus dem jüdischen Milieu von Paris.
In ihrer beruflichen Arbeit ist sie etwas eingeschliffen, so überhört sie Warnhinweise auf die Selbstmordabsichten einer Patientin. The worst case für jede Analytikerin.
Ihre Schuld an den Suizid versucht sie zu verdrängen, indem sie eine Mordgeschichte imaginiert. Um den Täter zu finden tut sie sich mit ihrem Ex Mann zusammen und ihre Liebe flammt dabei wieder auf.
Sie finden die Täterin natürlich nicht, denn es gibt sie nicht. Das muss sie zu Schluss einsehen.
Aber Ente gut Alles gut, sie fühlt sich zwar schuldig am Tod ihrer Patientin, wird dadurch aber milder, sie versöhnt sich sogar mit ihrem Sohn.
Und Schluß Aus; - Happy End!

Kritik der Anderen: epd, NDR, - Ein Interview mit der Regisseurin aus der TAZ

- Es gibt in der Welt auch richtig herausragende Regisseure und spannende Filme, zum Beispiel von Pedro Almodovar. Bei arte in der Mediathek könnt ihr sie anschauen.