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Wer eine kleine Reise tut...

 30.12.2025










- Lübeck hat auch ein Theater, dort besuchte ich WTF (what the fuck - Verdammte Scheiße) mit Freunden. Inszeniert wurde es von Malte C. Lachmann.
Das Ensemble versuchte die Debatte, um den Zustand der BRD und ihre Diskussionskultur aufzugreifen und in ein Musical zu gießen.
Dass so ein Vorhaben, egal ob gesungen oder gesprochen, etwas textlastig daherkommt, liegt im Kern des Pudels. Also war für uns ZuschauerInnen erhöhte Aufmerksamkeit angesagt.
Das war nicht Jeder / Jede man / frau Sache, meine Nachbarin verschlief einiges.
Ich hingegen war neugierig, wie diese Problematik auf die Bühne gebracht wurde.
Locker flockig würde ich sagen, es gab sogar Quiz Einlagen, bei einer gewann ich eine Tafel Schokolade.
Politisch ging es darum, wie es gelingen kann, mit  AfD Anhängern ins Gespräch zu kommen. Ich persönlich halte diesen Ansatz für fragwürdig, wenn dieser Faschist ist, ist er menschenverachtend und seine Positionen (Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Euthanasie für Behinderte) sind nicht diskussionswert.
Natürlich gibt es Menschen, die solche Parolen nur nach schwatzen, die lassen sich vielleicht noch umdrehen, da würde ich auch ein Gespräch probieren.
Wie dumm jedoch falsch verstandener Pluralismus daher kommen kann, zeigte das Stück in der Szene, als ein Schauspieler offen rassistische Kommentare, aus einer aus Pappe gebastelten "Zeitung" vorlas, auf der die Logos von verschiedenen Zeitungen aufgeklebt waren, Darunter war auch die TAZ, in der öfter ziemlich Dünnschiss geschrieben steht, die aber sicher nicht von muslimische Messermännern redet. Eine solche Propaganda Aussage ist den Springerblättern, der Jungen Freiheit und der AfD vorbehalten.
Insgesamt war das Stück jedoch ok. Politisch ein wenig flach, doch unterhaltend.
Sympathisch fand ich auch, das nach dem Applaus ZuschauerInnen auf ein Bier auf die Bühne gebeten wurden. Ich durfte mit einem Darsteller diskutieren.

Kritiken der Anderen: NDR, TAZ

- Ein wichtiges Ereignis  ist der rassistische Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Lübeck am 18. Januar 1996. Dabei kamen 10 Menschen ums Leben, aber unter ihnen keine Deutschen. Dies ist vielleicht ein erster Schlüssel zum Verständnis dafür, was nach dem Brand passierte.
Es wurde kein Täter gefasst und verurteilt. Polizei und Justiz hatten einen Ausländer im Verdacht und vier junge Nazis, die in der Nähe des Tatorts gefasst wurden, hatten wohl ein Alibi.
Bis heute ist der Fall ungeklärt.
Viele LübeckerInnen empfinden dies als eine offene Wunde in ihrer Stadtgeschichte. Sie kämpfen gegen das Vergessen an. Zum 30 jährigem Wiederkehr der Tat gibt es verschiedene Aktionen in der Stadt und auch das Theater Lübeck hat ein Stück zum Thema im Programm,

Mehr Infos Unter: https://hafenstrasse96.org/

 - "I'am a Stranger, killing an Arab" lautete ein von mir geliebter Song der Band The Cure aus dem Jahr 1979. Damals war mir nicht bewusst, dass sich der Text auf den Roman Der Fremde von Albert Camus bezog. Gerade sah ich den gleichnamigen Film vom Regisseur François Ozon. So schließen sich manchmal die Kreise.
Der Film ist in schwarz/weiß gedreht und spielt in Algerien zu der Zeit als die Franzosen es besetzt hielten, um 1930. Damals schien die Kolonialwelt noch in Ordnung. Die Weißen gehen ihrer Arbeit nach und die Araber sind bestenfalls Statisten. Anders als im Buch sind aber Anzeichen des zukünftigen Aufstands gegen die Besatzer zu sehen. An einer Hauswand steht "Algerie Front de la liberté" geschrieben.
Die Hauptperson lebt als junger weißer Angestellter in Algier. Er zeichnet sich durch extreme Emotionslosigkeit aus. Worin diese begründet ist wird im Buch nicht erklärt.
Sein Leben ist stark fremdbestimmt und so stolpert er auch durchs Leben. Er erschießt jemand und endet zum Schluss am Galgen.
Das geschieht nicht unbedingt wegen seiner Tat, das Opfer war ja nur ein Araber, sondern weil er sich weigert auf milderen Umstände zu plädieren. 
Mir gefiel der Film trotz der düsteren Geschichte gut.

Kritik der Anderen: epd, NDR, Perlentaucher, TAZ

- Der Film Ein einfacher Unfall des iranischen Regisseurs Jafar Panahi beginnt mit der zufälligen Begegnung eines Folteropfers mit seinem Peiniger. Er erkennt ihn am Geräusch, das seine Beinprothese verursacht.
Nachdem er diesen entführt hat, versucht er ihn lebendig zu begraben. Doch es kommen ihm Zweifel, auch weil er im Gefängnis seine Folterer nie zu Gesicht bekam. Er und die anderen Gefangenen waren stets die Augen verbunden,
So beschließt er andere Ehemalige zu besuchen, um Klarheit über die Identität des Mannes zu erlangen. Irgendwann sind fünf Opfer im Kleinbus, streiten darüber, ob sie den Richtigen erwischt haben und wie sie ihn am Besten töten.
Zum Schluss lassen sie ihn dann jedoch frei.
Ob die Geschichte eine Parabel über die Zerstrittenheit der iranischen Opposition oder ein Diskurs darüber, wie mit den Verbrechern nach dem Sieg umgegangen werden soll, erschloss sich mir nicht.
Ich habe Zweifel, ob mir der Film gefiel, teilweise war er ein wenig kitschig, auf alle Fälle fand ich ihn zu lang.

Kritik der Anderen: epd, NDR, Perlentaucher, critic.de

- Egal ob sie den Film The Clock im Museum sahen oder nicht. Der Macher dieses Werks Christian Marclay begeisterte mich bei der Biennale in Venedig und gerade in der Neuen Nationalgalerie Berlin.

Herbst Blätter

11.10.2023

- Ein Singspiel mit theatralischer Begleitung könnte man / frau die Aufführung von The great Yes, The Great No nennen. Das Stück tourt weltweit und so konnte ich es im Haus der Berliner Festsoiele anschauen.
Der Autor William Kentridge ist in der Kunstszene bekannt, ich sah bei der Documenta ein sehr spannendes Video von ihm.
Die Geschichte in der Aufführung: Wir befinden uns auf einem Schiff, das 1941 Flüchtlinge aus dem von den Deutschen kontrollierten Teil Frankreichs von Marseille zu der Insel Martinique transportierte. Die Fahrt fand auch in der Wirklichkeit statt. Unter den Passagieren befanden sich damals Anna Seghers, Victor Serge und Andre Breton.
Der Autor erweitert die Liste der Reisenden u.A. um Josephine Baker, Josephine Bonaparte, Stalin und Trotzki.
Da ein zentrales Thema Kentridges, der im von der Apartheit dominierten Südafrika aufwuchs, Rassismus und Kolonialismus ist, bildet sie auch im Stück den Hauptfokus.
Auf der Bühne ist das Deck eines Schiffs aufgebaut. Darauf traten die Passagiere auf, begleitet von großformatigen Videos und einen fantastischen Frauenchor.
Besonders interessant fand ich Josephine Bonaparte, die ihren Mann Napoleon überzeugte die Sklaverei wieder einzuführen, denn ihre Eltern betrieben eine Plantage.
Ich war vom Stück begeistert und empfehle euch das Video unten anzusehen, damit ihr einen Eindruck davon bekommt.

Kritiken der Anderen: Nachtkritik, Der Standard, Neues Deutschland,  

- Das eine Frau ein 15 Mann Orchester leitet ist wohl immer noch nicht üblich. Maria Baptist kann das vorzüglich gut. Dass sie auch die Musik selbst komponiert, arrangiert und noch am Klavier begleitet, kommt als Top noch oben drauf.
Ich sah sie mit ihrem Harem im Jazzclub Schlot. Dieser bestand aus einer druckvollen Blowing Front von 13 Bläsern (Holz und Blech), einem Bassisten und dem Drummer.
Die Namen der Herren:  Saxophones: David Beecroft, Jan von Klewitz, Bernhard Ullrich, Patrick Hamacher, Nik Leistle, Trumpets: Greg Bowen, Philip Sindy, Jan Kaiser, Alexander Gibson, Trombones: Julius Hopf, Geoffroy De Masure, Simeon Prause, Christopher Sauloff, Piano, Lead: Maria Baptist, Bass: Fabian Timm, Drums: Heinz Lichius.
Während des Konzerts pendelte Fr. Baptist zwischen Dirigieren und Klavierbegleitung hin und her und ihre Mitspieler solierte einer nach dem anderen.
Dies war kein Freejazz, wie ich ihn gerne mag, aber ab und zu mal was melodisches kann ich ertragen.
Das Orchester spielt regelmäßig im Schlot auf.

- Wenn ein Komponist vor hundert Jahren geboren ist gebührt ihm ein Ständchen zu seinen Ehrentag. Luciano Berio war ein Komponist der Avantgarde.
Die Italienischen Botschaft lud das das Quartetto Sincronie ein, um den Geburtstag im Musikinstrumenten Museum angemessen zu feiern. Die Viererbande: Quartetto Sincronie, Houman Vaziri (violino), Agnese Maria Balestracci (violino), Arianna Bloise (viola), Ester Vianello (violoncello), ein Mann und drei Frauen zeigten ihr können.
Berio hat keine leicht konsumierbare Musik geschrieben, aber wenn man/frau sich einhört hat, dürfen die Kompositionen spannend genannt werden
Die Interpretationen der anspruchsvollen Klangspiele von Berio durch das Quartetto Sincronie gefielen mir gut.



- Von Jemand der in Kellerloch haust, erwartet wohl Niemand Jubelschreie. Nur Obdachlosigkeit ist schlimmer. Um seine LeserInnen auf sein überwiegend tristes Stück vorzubereiten nannte es Fjodor Dostojewski - Aufzeichnungen aus dem Kellerloch.
Seine Hauptperson hat auf ihren Abstieg dort hin mit Menschenfeindlichkeit reagiert. Am liebsten möchte er Mann und Frau zerstören. 
Oliver Kraushaar schafft es dieses menschliche Wrack in einem neunzig minutigem Monolog darzustellen. Das tut er bewundernswert.
Inklusive, dass er irgendwann die Hosen runterlässt und den ZuschauerInnen sein Arschloch präsentiert. Sonst versucht er sich an erfolgreicheren Bekannten zu rächen und eine Hure zu zerstören.
Kein leichter Tobak, aber interessant und spannend anzuschauen.
Theater im Berliner Ensemble hat mich wieder mal begeistert. 
Unter im Video ein Hörspiel vom Stück 


Kritiken der Anderen:  Kultur24, Kulturvolk

Ich wünsche euch eine heimelige Adventszeit.

Lampenfieber

 29.09.2025

- Zur Premiere von Leichter Gesang besuchte ich das Deutsche Theater.
Die Autorin Nelle Stuhler hat den Stück-Text für eine inklusive Aufführung von SchauspielerInnen vom Ramba Zamba Theater und dem DT geschrieben.
In ihm ging es um Wortspiele, wie z.B. "Bett ein Brett über den Boden", ein "Auto ist ein kurzer Bus", ein "Tisch eine liegende Tür" oder Warten ein Zustand, "wenn was noch nicht ist". Diese lernte ich auf Malereien der Art Brut aus der Prinzhorn Sammlung kennen. Ein wenig erinnerten sie auch an DaDa. Im Stück wurden sie ständig aufgesagt.
Die SpielerInnen waren recht grässlich angezogen, sie trugen knielange Gewänder aus grobem Stoff in Neonfarben. Ihre Füße steckten in Badelatschen.
Das Outfit war anscheinend lustig gemeint.
Diese Komik kam bei mir nicht an. Nach Schulnoten beurteile ich das Stück mit vier.

Kritiken der Anderen: Nachtkritik, Deutschland Radio, Theater Pur,

- Der Jazz im Quartett im Schlot hieß diesmal Pauline Réage, den Namen musste ich googeln. Er ist das Synonym der französischen Schriftstellerin Anne Desclos, der Autorin des Romans Die Geschichte der O , einer sado/masochistischen Unterwerfung einer Frau.
Weshalb sie sich diesen Namen gaben verrieten sie nicht.
Wirklich wichtig war dies nicht, denn sie spielten (sangen) sehr virtuose Eigenkompositionen. Ich war begeistert.
Die Bandmitglieder sind: 
Anne Munka (vocals), Olga Reznichenko (piano/keytar), Robert Lucaciu (bass), Maximilian Breu (drums).

- In der kleinen Galerie um die Ecke (EP Contemporary) zeigen sie Lieblingsfotos diverser FotografInnen. Unter dem Titel "Alle Fehler behoben" stellen. Beckmann, Ophelia / Behrendt, Norman / Bergemann, Frauke / Bibel, Nora / Bofinger, Karoline / Bournonville, Nadja / Bröhan, Angela / Dollinger, Mario / Faulhaber, Julian / Gries, Gero / Haus, Michael / Helmerdig, Silke / Herrmann, Robert / Hinzen-Röhrig, Doris / Holick, Norbert / Hüning, Fred / Koch, Silke / Kriegelstein, Manfred / Krüger, Horst / Mansholt, Werner  Pauer, Torsten / Pavlakis, Stefanos / Pawlitzky, Eric / Rentzsch, Nadja Rissmann, Joachim / Salentin, Katrin / Schraepler, Alexandra / Schumann, Torsten / Schünemann, Jens / Sinha, Silvia / Stoltenberg, Ruth / Stuke, Karen / Teepe Martina / Vollmann, Felix / Wechler, Catrin / Wehr, Susanne / Wild, Sabine / Woischwill, Nicole ihre Arbeiten aus.
So eine Gruppenausstellung ist für den / die BesucherIn vorteilhaft, denn dass einem alle Werke nicht gefallen, ist unwahrscheinlich. Ich war von vielen Fotos angerührt.
Deshalb empfehle ich den Besuch. Es ist noch bis zum 18.10.2025 möglich.
Öffnungszeiten: Do, + Fr. 15:00 - 18:30, Sa. 14 - 18:00








 

- Wer durch den Park am Gleisdreick streift, kann auf den Gleisen, die einst nach Theresienstadt führten, eingrafierte Inschriften entdecken. Diese lauten:

Ich weiß Du kommst wieder (Herta Müller aus: Atemschaukel)

Der Engel schweigt (Jacob von Hoddis aus: Todesengel IV)

die Lüfte ziehn wie krank (Jacob von Hoddis aus: Todesengel IV)

und sangen (Rose Ausländer „vor den Garben“ aus: meine Toten schweigen tief)

Wangen margeritenweiß (Rose Ausländer „ich habe noch nicht aufgehört zu sterben“ aus meine Toten schweigen tief )

ein Todesgebet (Rose Ausländer „vor den Garben“ aus: meine Toten schweigen tief)

die Eisenbahnen fallen (Jacob von Hoddis aus: Weltende)

Mondlied trifft mein Herz (Rose Ausländer „Sternsturz“ aus: der Traum lebt mein Leben zu Ende)

mein Heimweh ist ein Stacheltier (Rose Ausländer „mein Heimweh“ aus: meine Toten schweigen tief)


 







Zeitweise Wiedergeburt

 27.08.2025

- Ein legendäre Ort der Freejazz Musik in Berlin, das A Topsi Pohl, war für zwei Wochen wiedergeboren. Es war zu Besuch in der Bar Isotop, Pohlstrasse 64, nah bein U-Bahnhof Kurfürstenstraße. Eine Zeit lang gab es dort regelmäßig Jazz Konzerte. Diese zeichneten sich dadurch aus, dass sie oft witzig waren und manchmal auch an DaDa erinnerten. Sind Jazzer oft sehr ernsthaft, wurde hier auch dem Humor Raum gegeben.
Der im letzten Jahr verstorbene Cellist Tristan Honsinger spielte damals dabei eine tragende Rolle.
Nicht zu vergessen Laura und Veronica hinter dem Tresen. 
Im temporär wiederbelebten A Topsi Pol besuchte ich eine Reihe Konzerte. 


 

 

 

 

 

 

 

1. Das Trio Tobias Delius - saxophone, clarinet, Antonio Borghini - double bass, Tony Buck - drums vereint tolle Klangkünstler. Saxofonist und Drummer waren mir bisher nicht so bekannt.

 2. Langsam wurde es afrikanischer. 
Das Quartett aus Assane Seck - tama, djembe, sabar, Joel Grip - double bass, percussion, Simon Sieger - piano, flutes, trombone, percussion, Alexander Markvart - amplified and unamplified objects and guitars wurde stark durch die Rhythmen des senegalesischen Trommlers vorangetrieben.

3. Noch schwärzer wurde die Musik. Neben der Musikern: Axel Dörner - trumpet, Assane Seck - tama, djembe, sabar, Joel Grip - double bass, percussion, Simon Sieger - piano, flutes, trombone, percussion.
Zuerst trug eine Frau Texte des Poeten LeRoy Janes vor, gefolgt von einer schwarzen Sängerin. Eine Meisterin sowohl des Sprechgesangs, als auch der hohen und tiefen Töne. Leider klappte das Miteinander mit der Trompete nicht immer gut.

4. Die vorletzte Nacht war magisch.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen. dass ein afrikanischer Trommler nahtlos in einen Haufen Avangard Jazzer passt. 
Eigentlich ist das aber fast logisch. Die afrikanischen Trommler spielen ja auch Free ohne Noten und wenn mehrere gleich gute zusammen agieren, wechselt regelmäßig der Leitwolf. Hr Assane beherrschte das Zusammenspiel mit den Freejazzern perfekt. Sie bildeten ein Quartett zum Verlieben.
Es traten auf: Assane Seck - tama, djembe, sabar, Joel Grip - double bass, percussion, Simon Sieger - piano, flutes, trombone, percussion, Antonin Gerbal - drums.

5. Gut, Besser, Am Besten! Es gabe noch eine Steigerung. Zu dem bewährten Quartett kam noch ein Maurice, der mit seiner Gitarre und mit frei beweglichen Tonabnehmer tragfähige Klangteppiche webte. Außerdem trug ein ungarischer Poet seine Gedichte vor. Die Beteiligten: Assane Seck - tama, djembe, sabar, Joel Grip - double bass, percussion, Simon Sieger - piano, flutes, trombone, percussion, Antonin Gerbal - drums,  Ádám Fekete - drawings and texts, Maurice Louca - guitar & electronics. 


 

 

 

 

 

 

 

- Wenn im Sommer die Berliner Philharmoniker die Konzertsäale der Welt besuchen, steht ihre Bude leer. Den Umstand nutzen andere Orchesten der Welt, um mal in den heiligen Hallen am Kulturforum aufspielen zu können.
Ich besuchte ein Konzert des Orchestra dell´Accademia Nazionale di Santa Cecilia. aus Rom. Es war mir bisher nicht bekannt und deshalb war ich besonders neugierig. Doch ich kenne mich in der Klassik-Szene auch nicht so gut aus.
Aber ich wurde nicht enttäuscht. Der Dirigent ist ein ausgefuchster Maestro und 
die musikalische Leistung des Orchesters war großartig. Drei Stücke spielten sie

1. Von Lucio Berio die Sinfonia ist ein Werk der Postmoderne. Diese Bezeichnung ist nicht genau definiert, in der Sinfonie hörte ich Klassik und Moderne heraus.  Das Werk entstand 1969 nach der Ermordung Martin Luther Kings und der weltweiten Jugendrevolte. Das spiegelt sich auch durch die sechs SängerInnen (3w+3m) wieder, die Texte aus der Zeit sangen. Sie waren direkt neben dem Dirigenten platziert.
Der hatte sie und auch das riesige Orchester gut im Griff. 

2.  Wieder war Lucio Berio der Urheber. Er hat Melodien aus der Volksmusik entlehnt. Die Stücke entstanden in den USA. Das Orchester büßte an Größe ein, verkleinerte sich zu einem Kammerorchester. Eine Sopranistin betrat die Bühne. Diesen Programmpunkt fand ich unterhaltsam.

3. Es folgte la mer von Claude Debussy. Mir wurde es zu romantisch.

Zum Schluss folgte ein lang anhaltender Beifall, der ob der gebotenen Leistung sehr berechtigt war. 

 


 

 

 

 

 

 
- Die
Weisheit, dass gute Filme durch Neuverfilmungen eher schlechter werden, hat sich hier bewahrheitet. 
Die Rosenschlacht  ist ein Remake des 
Rosenkrieg Films von 1989. Das da Danny deVito den Scheidungsanwalt und Erzähler spielte war schon mal ein dicker Pluspunkt. Außerdem gab es kein Happyend, das streitende Paar starb am Schuß gemeinsan.
Das passt auch besser zum namensgebende  Rosenkrieg  den zwei auf den englischen Thron erpichten Häuser über 40 Jahre lang führten. Von 1445 bis 1487 bekriegten sich die Tudors mit weiser Rose und die Lancester mit roter Rose im Wappen bis zum Sieg der Tudors. Viel war nach diesem Krieg vom Land und von den Adelsfamilien nicht mehr übrig, ähnlich wie in der ersten Verfilmung von Ehekriegen.

 Kritiken der Anderen: Kurier, NDR, WDR

- Früher wurde hier gebraut, heute tanzen hier die Töne. 
Ich besuchte zum ersten Mal die Musikbrauerei in Prenzelberg.

Unter dem Motto  "Il Souno Di Napoli" - der Klang von Neapel spielte eine neun köpfige Kapelle mit Nachbauten von Instrumenten aus der Renaissance auf. Das an höfischen Orchester orientierte Ensemble bestand aus: Hanna Herfurtner – Sopran- Johannes Gaubitz – Tenor, Martin BolterauerZink, Cathi Aglibut – Violine, Anette Rheinfuhrt - Violone, Till Krause – Posaune,  Magnus Andersson – Laute, Peter Kuhnsch – Percussion, Daniel Trumbull – Cembalo, Orgel und Konzeption.
Die Kompositionen entstanden in der Zeit von 1500 Bis 1600. Sie sind öfter von Volksliedern inspiriert.

Die gespielten Komponisten waren: Giovanni Leonardo dell´Arpa, Gian Domenica Del Giovane da Nola, Giovanni Maria Trabaci, Orlando di Lasso, Giovanni de Macque, Don Carlo Gesualdo, Andreaa FalconiereLuigi Rossi.
Das halb verfallene Gemäuer bot einen guten Rahmen für die Musik aus der 
Renaissance.


 


 


 

 

 

- Die AfD und andere Nazis haben einen Geheimplan Deutschland. Reimigration lautet ihr Schlachtplan. Sie halten ihre WählerInnen für so blöd, das diese nicht sehen, das als Folge viele Krankenhäuser wegen fehlendem Personal schließen müsten. 
Sie haben zur Vertreibung der Ausländer eine Konferenz in Potsdam abgehalten. Ein Theaterabend vom Schauspiel Köln hat das aufgegriffen. Ein Schauspieler erzählt von seinen Empfindungen dabei. Wer es noch nicht wusste, versteht hinterher weshalb die AfD verboten gehört.

Geh doch ins Kloster

12.08.2025

- In Zehdnick steht ein Klosterruine. 

Was nach den Zerstörungen des dreißigjährigen Krieges noch steht wird zum Wohnen, als Museum und als Galerien genutzt.
Ich besichtigte die Anlage und die Galerie.
Es gibt ein kleines Cafe und im Museum wird über die Geschichte des Zisterzenserinnen Kloster berichtet. 
 

Ich genoss selbst gebackenen Kuchen und bestaunte den sehr gepflegten Kräuter-Garten.
Dann zog es mich zur Kunst.
Die Klosterscheune stellte Harald Metzkes aus. Viel komödiantisches war dabei. Den Maler rechne ich nach Betrachten der Bilder der Leipziger Schule zu, deren bekanntester Vertreter Neo Rau ist.
Das Bild links heißt: 
"In einer Hose zu zweit".

- Im Sommer besuche ich gerne Jazz am Kaisersteg in Schöneweide. Dort treten stets Samstag Nachmittag zwei Bands auf und es wird kein Eintritt verlangt. Veranstalter ist der Jazzkeller 69 e.V.  Dieser existierte schon in der DDR und hat es geschafft die Heimholung in die BRD zu überleben.
1.  Bob Spice Quintet
Nikolaus Neuser – trumpet, Robert Würz – alto sax, comp, Matthias Müller – trombone, Maike Hilbig – bass, Martial Frenzel – drums.

2. Christof Thewes Quartet
Christof Thewes – trombone, comp, Hartmut Oßwald – bariton sax, Benjamin Lehmann – bass, Martial Frenzel – drums

- Im der St. Matthäus Kirche am Kulturforum ist bis zum 9. September eine Klanginstallation von William Engelen sehr präsent. 366 Klangröhren aus Aluminium, Eisen, Kupfer und Messing sind an drei Seiten des Raumes aufgehängt.









Wir besuchten die Kirche zu einem Konzert, bei dem die Perkussionistin Robyn Schulkowsky die Röhren mit verschiedenen Schlagwerkzeugen zum Klingen brachte. Das war fantastisch!








 
Dazu blies das Trio Zinc & Copper, das sind Elena Kakaliagou, Waldhorn, Hilary Jeffery, Posaune, Trompete, Robin Hayward, mikrotonale Tuba. Sie schufen einen Klangteppich, auf dem die Töne der angeschlagenen Röhren schwebten.

- Die jährliche Rohkunstbau Ausstellung war dran. Sie ist immer noch im Schloss von Altdöbern anzusehen. Passend zur voranschreitenden Militarisierung der Bundesrepublik steht sie diesmal unter dem Moto "Ästhetische Wiederbewaffnung". Im Schloss sind auf zwei Etagen Kunsrwerk drapiert.
Sie läuft bis zum 02.11.2025, ist jeweils Freitag von 13:00 - 18:00 Uhr und Samstag + Sonntag von 12:00 - 18:00 Uhr geöffnet. Die An- und Abreise ist mit dem RE7 von Berlin möglich und das gastronomische Angebot vor Ort ist OK.
Also, gegen einen Ausflug spricht nicht viel. 

 

 

Dafni Barbageorgopoulou
Discarge 2025 
3D Metalbuchstaben

 

 

  

 

 

 

Frank Seidel
Engel 2018
Beton, PVC, Knochen, Federn 

 

 

 

 


 

 

 

Thomas Zipp
Big Mouse 2025
Stahl, Holz, Gummi, Lack

 

 

  

 


 

 

Ute Faber
25 Schuhskulturen auf Sockeln 2025
Damen - und Herrenschuhe, div. Materialien 

 


Dies ist eine kleine Auswahl der Kunstwerke. 

Jazz Werkstatt Peitz

16.08.2035

- drei Tage Festival im vom Mücken verseuchten Nest Peitz in der Lausitz, doch es zieht mich immer wieder dorthin. Es gibt überwiegend spannende Jazzkonzerte. Leider konnte ich nicht alle besuchen, am Samstag waren es neun hintereinander, das war to much for me.
Auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerks gab es drei Auftrittsplätze, eine Freiluftbühne, eine in der zum Museum umgestalteten Eisenschmelze und einen kleinen in der Werkstatt. 

Freitag
 

1. Die Baby Sommer´s Brother & Sisterhood ist ein größeres Orchester. Entsprechend viele MusikerInnen sind beteiligt: Silke Eberhard – alto sax | Frank Gratkowski – alto sax, flute |  Matthias Schubert – tenor sax | Raymond MacDonald – alto sax, soprano sax | Anke Lucks – trombone |  Nikolaus Neuser – trumpet  | Didrik Ingvaldsen - trumpet | Uli Gumpert – piano | Antonio Borghini – bass | Günter Baby Sommer – drums.
Zu Gehör brachten sie Eigenkompositionen und Arrangement's von Standards. Bei so vielen Beteidigten ist das Spielen vom Notenblatt meist notwendig, aber es gab auch Raum für Improvisation.
Baby Sommer ist ein Urgestein der Jazzszene und Uli Gumpert an seiner Seite auch, doch sie erdrückten die jüngeren MusikerInnen nicht mit ihrer Präsenz, alle hatten viel Spaß miteinander. Besonders beeindruckt hat mich ein Stück nach den Gedicht von Hugo Ball Karavane, einem der frühen Dadaisten.
Unter im Video seht ihr einem Konzertmitschnitt.

2. WE/RD of Mouth ist eine Dreierbande.Sie spielen Jazz, wie ein Hochseillauf, ohne Netz und Notenblätter, also Free.
Das Trio sind Mette Rasmussen Saxophon, Craig Taborn am Piano und Ches Smith Schlagzeug.
Eine fantastische Band, aber es ist etwas anstrengend, ihnen zuzuhören, doch es lohnt sich immens.
Unten im Video seht ihr ein Solo von der genialen Mette Rasmussen.

3. Onom Agemo and the Disco Jumpers feat Ahmed AG Kaedy ist der Versuch Funky Music mit Wüstenblues zu kreuzen. Die Bandmitglieder sind Ahmed Ag Kaedy - guitar, vocals, Johannes Schleiermacher - saxophone, keyboards, Bernd Oezsevim - drums, Kalle Zeier - guitar, Jörg Hochapfel - keyboard, Kalle Enkelmann - bass. Unten im Video wird die Fusion der beiden Musikrichtungen gut dargestellt, beim Auftritt im Festival war der Funk gut präsent, allerdings machte der Wüstenmensch Ahmed Ag Kaedy einen sehr verschlafenen Eindruck. Er zupfte ab und zu mal an seiner Gitarre und murmelte etwas ins Mikrophon. Gut, - auch ich bin nicht immer fit.
Eine Bekannte, die im Backstage Bereich unterwegs war, tippte auf zu viel Maria Juana.

Samstag

1. Uli Gumpert und Günter Baby Sommer sind seit den 70ern musikalische Seelenverwandte. Ein Duo aus Piano und Schlagzeug. Wobei Hr. Sommer mit seinen 82 Jahren allein durch sein Aussehen,  aber auch durch seine Bühnenpräsenz hervorsticht. Ihn eine Rampensau zu nennen ist wohl nicht ganz falsch. Er macht Späße, erzählt Ernsthaftes und trommelt wie ein junger Gott. Besucht seine Auftritte, solange er noch unter uns weilt!

2. Willi Keller, Preisträger des Brandenburger Jazzpreis des Letzten Jahre, durfte diesmal eine Wunschformation aussuchen und vorstellen. Diese, adventure in sonic freedom ist: Lotte Anker saxophone, Steve Swell trombone, Pat Thomas piano. Matthias Bauer bass, Willi Kellers drums.
Sie entzündeten ein Feuerwerk aus Improvisation und Spielfreude. 









3. Flut feat Hochapfel spielten in der Hochofen Halle. Die Band: Jörg Hochapfel organ, Christopher Kunz saxophone, Isabel Rößler bass. Auf der Empore steht eine Orgel, die von Hr. Hochapfel gespielt wurde. Saxophone und Bass nutzen Treppen und Durchgänge, um sich im Raum zu bewegen. Das Musikerpaar 'Flut' kenne ich aus Berlin, dort tun sie sich auch immer wieder mit anderen aus der Szene zusammen.
Bei diesem Auftritt nutzen sie meiner Meinung nach die Möglichkeiten der Industrieruine nicht optimal aus.
Unter seht ihr die beiden als Duo.

4. Auftritt Drogi / Krajowe, eine Formation aus Tschechien. Das sind: Michał Giżycki bass clarinet, tenor saxophone, Dawid Dąbrowski modular synthesizer, Maciej Karminski drums, wheelbarrow, Hubert Karminski bass guitar, synthesizer, melodica, Ostap Mańko violin, plus elx.
Sie kamen mit viel Elektronik auf die Bühne, trotzdem wurde es nicht sphärisch. Rhythmus und Improvisation standen im Vordergrund.


5. Abdou - Gouband - Warelis, das sind: Sakina Abdou alto-, tenor saxophone, Marta Warelis piano, Toma Gouband drums, stones, leaves. 
Zuerst fiel mir die sehr virtuose Saxophonistin auf, dann entdeckte ich den ungewöhnlichen Drummer. Dieser nutzte neben den traditionellen Schlagwerkzeugen auch aus der nordischen Sauna bekannte Reisigruten, um den Trommeln und Blechen Geräusche zu entlocken.
Auch die Pianistin war an den Tasten spitze und zusammen harmonierten sie sehr gut. 

Sonntag

1. Die Verleihung des Jazzpreises Brandenburg 2025.
 
Diese Jahr wurde er Wanja Slavin zuerkannt. Er ist Saxofonspieler, Komponist und Produzent mit Wohnsitz und Studio im Bundesland.
Neben der künstlerischen Qualität ist dies eine Voraussetzung.
Helge Leiberg hat die Preis-Skulptur geschaffen. Ich kannte den Künstler von einer live Malperformance aus Berlin. Er hat es mit mageren Gestalten.


2. Das Preisträgerkonzert folgte. Hr. Slavin hatte für den Anlass ein Sextett mit Namen Libelle zusammengestellt. Das waren Wanja Slavin saxophone, synthesizer, Shannon Barnett trombone, Bertram Burkert guitar, Johannes Lauer piano, trombone, Lucy Liebe e-bass, Max Stadtfeld drums.
Wobei mit Lucy Liebe für mich das erste Mal eine sichtbare Transperson auf der Bühne des Festivals stand, Bravo!
Die Band improvisierte auf sehr hohem Niveau.


 

 

 

 

 

 

 

Die letzten beiden Konzerte fanden dann in der ev. Kirche Peitz statt.

3. Für das Duo Schriefl Rummel passte der Ort wie die Faust aufs Auge. In ihren Auftritt war einige Musik Clownerie eingewebt. Unter Anderem gab es auch eine Referenz an Mani Matter, einen Mundart Poet der 70er Jahre in der Schweiz. Meine schweizerische Begleitung war begeistert, deshalb hier das Lied im Original:

  

Ir Ysebahn Lyrics Übersetzung
In der Eisenbahn sitzen die einen so
dass sie alles, was kommt, schon im Vornherein kommen sehen
und den Rücken zuwenden der Richtung woher
der Zug kommt

die andern sitzen auf der Bank gegenüber
dass sie lange noch sehen können, wo der Zug schon war,
und den Rücken zuwenden, der Richtung wohin
der Zug fährt

Jetzt stellt Euch vor, jeder behauptet einfach
so wie er es sehe, sei es richtig und schon haben sie Streit
sie hauen sich die Regenschirme auf den Kopf
der Zug fährt

Und auch wenn der Schaffner jetzt noch vorbeikommt
so geht er dem Sachverhalt nicht auf den Grund
er sagt nur, welche Ortschaft jetzt kommt
es ist Rorschach.

Das  Paar hat aber erheblich mehr zu bieten. Sie sind:  Matthias Schriefl trumpet, horn, viola
Simon Rummel organ. Der eine bespielte  Kirchenorgel, Klavier und Cembalo, der andere div. Blasinstrumente ua Alphorn und Geige. Die musikalische Bandbreite war jedenfalls erheblich. 

 4. Zum Schluss traten die Bonecrusher (Knochenbrecher) auf. Eine Gruppe aus PosaunistInnen: Adrian Prost trombone, Anke Lucks trombone, Daniel Riegler trombone, Maria Trautmann trombone, Matthias Muche trombone, Matthias Müller trombone, Matthias Schuller trombone, Moritz Anthes trombone, Moritz Wesp trombone, Till Künkler trombone, Yoshiki Matsuura trombone, Etienne Nillesen extended snare drum.
Als christlich gebildetem Menschen (konformiert) fielen mir sofort die Posaunen von Jericho ein. Diese sollen angeblich eine Stadtmauer zum Einsturz gebracht haben. So etwas klappt, glaube ich, nur bei erheblichen Baumängeln oder in Bibel Märchen. Die Kirche jedenfalls stürzte nicht ein.
Das Dargebotene erinnerte mich dagegen an das Summen eines Insektenschwarm. Knochen zerbrachen auch nicht. Können auch viele Posaunen ein Konzert verderben? Ich konnte mich an der Musik nicht so begeistern. 

Türkei + Frankreich

 24.07.2025

- Eine musikalische Verknüpfung Ost / West wagte das Ensemble Musica Sequenza. Es spielte die Musik der Komponisten Tanburi Mustafa Çavuş (Osmanisches Reich) und Jean-Philippe Rameau (Frankreich) aus dem 17. Jahrhundert. Deshalb lautete der Titel des Konzerts RAMEAU A LA TURQUE. Für mich passte die Kombination gut und begeisterte mich
Die beteiligten MusikerInnen waren: Ebru Yazıcı, Gesang Semion Gurevich, Barockgeige, Chang Yun Yoo, Barockbratsche, Franziska Schulz, Barockcello, Charlie Zhang, Theorbe, Pedro Alcacer, Gitarre, Sebastian Flaig, Schlagzeug, Burak Özdemir, künstlerische Leitung und Barockfagott.
Das Konzert in der Heilandskirche war jedoch nur die Generalprobe für eine größere Festival Tournee und deshalb kostenlos.

- Songs aus Südamerika und der Karibik waren im Cafe Tasso zu hören. Aldo Antonio spielte Gitarre,  Florian Schade – Congas, Percussion und Christiane Pods Querflöte. 
Lecker Musik / gut tanzbares stand auf dem Programm. Leider war im Cafe zu wenig Platz und so stand ich nur auf und bewegte mich allein. 
Die Konzerte im Cafe Tasso sind immer kostenlos, doch am Ende wird gesammelt.

- Wer behauptet die Schweizer Regierung wäre knickerig, hat wohl nicht ganz unrecht. Im Literarischen Colloquium am Wannsee stellten zwei Schriftstellerinnen (Meral Kureyshi und Nora Osagiobare) ihre neuen Bücher vor und Gesang gab es von MATONDO, alle sind aus der Schweiz. Frau/man könnte sagen, eine Werbeveranstaltung für Kultur a la Helvetica.
Am Ende gab es noch eine "Schlacht" um ein paar Käsehäppchen und zugegebenermaßen leckeren Wein,  spendiert von der Schweizer Botschaft.
Die 9,- € Eintritt dafür finde ich sehr überflüssig. Ärmere Länder richten solche Veranstaltungen kostenlos aus. Aber wie der Volksmund so sagt: "Je reicher, desto geiziger"
Die Texte der beiden Autorinnen haben mich nicht vom Hocker gehauen, aber die Sängerin war richtig gut. 
Aber das Haus auf dem Hügel über dem Wannsee ist alleine so bezaubernd, es entschädigt sogar für ein schweizerisches Event.


 

 

 

 

 

 

 

- Die Konzertreihe Jazz Im MIM im Musikinstrumenten Museum zaubert regelmäßig Formationen der Berliner Szene auf die Bühne. Diesmal war Ro Gebhardt´s Intercontinental mit Ro Gebhardt Gitarre,  Komposition, Max Huges Bass, Jonas Drodczinsky Schlagzeug und als Gast Jan von Klewitz Saxophon.
Musikalisch ging die Reise in Richtung Jazzrock, a la Weather Report, im Video unten spielt der Gast nicht mit.

- Eine wenig bekannte surrealistische Künstlerin ist Leonora Carrington, geboren in GB später Mexiko,  das Video über sie lohnt sich anzusehen.

c/o Carlos Velenuzuela