Dieses Blog durchsuchen

Heiliger Esel

04.05.2013

© Irmeli Rother
Bei diesem schönen Wetter mussten wir raus. Für einem kleinen Ausflug kam uns das Spargelfest am Rathaus Schöneberg gerade recht. So richtig spannend ist es dort nicht. Viele Stände sind echt langweilig.
Doch bemerkenswert finde ich immer wieder die Spargel Schälmaschine.

Einfach am Stand Spargel kaufen, kostenlos schälen lassen und später genießen ist genial. Schon dafür lohnt der Weg.

© Irmeli Rother
Diesmal kamen wir auch gerne, weil ein Auftritt von Mula Santa, einer Cumbia Ska Band angekündigt war.
Ich mag die Gruppe gerne, denn sie verwandeln ein gelangweiltes Publikum nach kurzer Zeit in Tanzbären.
Das jüngere Publikum begann schnell zu hüpfen.

© Irmeli Rother
Dafür ich schnappte mir die Liebste und schob sie über den staubigen Tanzplatz. Cumbia ist wegen dem 1,2,3,4 Tanztaktes nicht schwer.
Toll ist bei der Band die Präsentation.
Der Front Esel animierte das Publikum vorzüglich, leider waren die Senioren auf dem Fest etwas störrisch.

Sambisimo

02.05.2013

Mit G. und ihrer Tochter war ich zur Vorstellung der neuen CD Moreno do sol von Dudu Tucci und der Brasil Power Drums erschienen. Dudu ist eine der wichtigen Personen in der Berliner Sambaszene. Er ist Leiter des Percussion Art Center in Kreuzberg. Diese Trommelschule aus Kreuzberg ist in Berlin sehr bekannt.
Das Konzert fand im Maschinenhaus der Kulturbrauerei statt. Dort befindet sich ein kleinerer Saal für ca. 200 Personen.
Wer bei Samba nur an die beim Straßenkarneval auftretenden riesigen Bandas denkt, wurde hier enttäuscht. Hier standen nur sieben MusikerInnen auf der Bühne. Aber mit Hilfe von ein wenig elektrischem Strom erzeugte die Band einen fetten Sound und brachte den Saal ins Tanzen.
Ich drängte mich nach vorne zur Bühne und nutzte meine Hipps, die mussten sich zur Musik bewegen. Sie können halt nicht lügen.
Mindestens die Hälfte der Anwesenden tanzte mit mir im Samba Takt. Es wurde eine tolle Party.
Die auftretenden KünsterlerInnen waren Dudu Tucci: perc. - vocal / Mariana Viana: vocal - dance / Guilherme Cardoso:  guitar / Krista Zeissig: perc. back vocal / Fabiano Lima: perc. / Tino Vetter. perc / Ney Victor: perc

Dudu Tucci

Schwestern, zur Sonne, zur Freiheit....

01.05.2013

strickmafia Am Kampftag der Arbeiterklasse besuchte ich mit meiner Liebsten als erstes das Fest des DGB am Brandenburger Tor.
Hier waren auf beiden Seiten der Straße des 17. Junis Marktstände aufgebaut. Viele waren von gewerkschaftlichen Gruppen belegt, dazwischen gab es aber auch Kommerzielles.

An einem Biertisch trafen sich Woll -Terroristinnen. Sie berieten wohl, was sie noch alles einstricken könnten.
Vor der Rednertribüne, wo die Kundgebung stattfand, stand jedoch kaum eine ZuhörerIn.
Das Wenige, was ich davor zu hören bekam, machte mir das verständlich.

Da jammerte doch ein Betriebsrat der Aluminiumindustrie, dass diese keinen Billigstrom mehr gekommen soll. Lobbyarbeit für Fabrikbesitzer bei einer DGB Kundgebung?!?
Ich traf einige Bekannte und meine Liebste stöberte fleißig an den Ständen.
Eine Freundin war mit Baby und Mann unterwegs. Fotografieren durfte ich die Kleine, jedoch musste ich versprechen das Gesicht unkenntlich zu machen. Da das Internet angeblich nichts vergisst, kann ich dies gut verstehen.

Vielleicht will sich die Kleine in zwanzig Jahren irgendwo bewerben, wo eine frühkindliche gewerkschaftliche Prägung nicht gern gesehen wird.

Vom Brandenburger Tor fuhren wir nach SO36 in eines der vielen Herzen Berlins. Im Bereich zwischen dem Oranienburger Platz und dem U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof fand das Myfest statt. Das ist von AnwohnerInnen und anliegenden Gewerbetreibenden organisiert und hier steppte der Bär.


Überall waren Bühnen aufgebaut und alle paar Meter wurden Getränke verkauft und auf Tischen und Grills Essbares angeboten.
Aber auch hier kam die Politik nicht zu kurz. Bei einer Performance, die sich gegen Wohnraum Spekulanten richtete, passierte nicht richtig viel.

Eine Frau saß in einer Badewanne. Jemand warf mit Farbe und Wasser in Tüten auf den Nachbau eines Gebäudes der Immobiliengruppe Living Bauhaus. Stadtbekannte Luxus Modernisierer, die sich hinter architektonischen Anspruch verstecken.
Um Living Bauhaus aus Berlin zu verjagen, wird die Performance wohl nicht ausreichen. Es ist sicher erfolgreicher, wenn die asozialen Bewohner der Häuser direkt angegangen werden. Wenn es keinen Spaß mehr bringt in den Häusern zu wohnen, wird die Firma wohl Pleite gehen. Das wäre doch schön.

Uns war das Myfest zu trubelig. Gemütlich Kaffee trinken ist anders. Dafür nutzen wir den türkischen Deli Weinblatt in der Dieffenbachstraße.