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Garcia Marquez im Morgenstern

06.09.2013

Manchmal ist es nett, besonders wenn die Liebste von der Arbeitswoche müde ist, am Freitag eine kleine Veranstaltung um die Ecke vom Zuhause zu besuchen. Leider findet sich jn Steglitz in dieser Beziehung sehr wenig.

Ab und zu bietet das Antiquariat Morgenstern Entsprechendes.
Diesmal las dort Matthias Blume aus dem Band „Zwölf Geschichten aus der Fremde“ von Garcia Marques und Adriana Balboa spielte Stücke des Komponisten Máximo Diego Pujol, der durch die Geschichten inspiriert wurde.

Die Geschichten sind in Spanien angesiedelt und haben eine Tendenz in Richtung Grusel. Da steigt z.B. eine Frau in einen Überlandbus und endet ausweglos in der Psychiatrie.
Die Veranstaltung entwickelte sich gut, wir genossen dabei Roten und die Mitarbeiter freuten sich.


Kunstgericht

31.08.2013


Oh, meine deutschen Blutsbrüder und - schwestern! Das ihr euch vor Fremden fürchtet, zeigt jede neue Umfrage mit den Werten zum Rassismus und Sozialdarwinismus. Da müsst ihr natürlich Fremden den Zutritt verbieten, aber muss das auch noch streng sein und meint ihr, dass die Fremden bei streng sich mehr an eure Anweisungen halten. Macht ihr euch damit nicht einfach nur lächerlich?

Doch wir waren zum Atelierbesuch in die Gerichtshöfe im Wedding geladen und da das Schild nicht ganz neu war, ignorierten meine Liebste und ich es.

So stiegen wir die Stufen hinauf und hinunter, besuchten diverse Ateliers.

Überall konnten wir KünstlerInnen anschauen und die frische Farbe riechen.
Bei Kate Schneider sahen wir viel Meer und Schiffe.
Ich liebe die Wellen und den Schrei der Möwen.
Die Bilder transportierten das nicht schlecht.
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Die abstrakten Arbeit von Lutz Müller sagte mir zu.
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Arryn Snowball zeigte spannendes Gefalltetes
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Nikolai Kraneis malt traditionell, aber das Ergebnis gefällt mir.
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Matthias Rühl gestaltet mit Fotos, Papier und mit Pinsel Collagen.
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In der Arbeit "Allerseelen" verarbeitet Uschi Leonhardt ungewöhnliche Materialien, diesmal Schmetterlingen zu einer Robe. Auf den Schmetterlingsflügel sind die Namen von Verstorbenen geschrieben.
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Die Jungs auf der Zeitungskiste sind ein Werk von Sibylle Gädeke.
Ihre Arbeiten sprachen mich an.
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Katja Sehl zeigte Materialcollagen. Schöne Kunst. 
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Heike Roesner kannten wir aus Friedenau, sie gestaltet Figuren aus Pappmaschee und bemalt sie. So entsteht bezauberndes.
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Barbara Landbeck ist auf Prominente mit Tier aboniert.
Hier ist es mal Beatrix Potter, eine englische Kinderbuchautorin.
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Reinhard Haverkamp hat es mit Fahrrädern und Rad Einzelteilen.
Diesmal Narben und Speichen.
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Monika Ortmann nutzt aus Zeitungen hergestellte Schnüre für ihre Ketten.

© Anton Milagros
Das Spannendste was uns an diesem Abend unter die Augen kann waren die Fotografien von Anton Milagros.
Seine Arbeiten erinnert mich an Herbert Tobias, was keine Herabsetzung, sondern hohes Lob bedeutet. Tobias fotografierte Mode und für Schwulen Magazine. Er starb 1977 viel zu früh an AIDS.
Milargos fotografiert Mode, die Queer Szene und Momente des Stadtlebens.

© Anton Milagros
Der Queer Riot Club beschrieb ihn als:
- geboren in Sanktpetersburg
- Weltbürger-Fotograf
- Er hat das Auge den besonderen Moment für die Ewigkeit fest zu halten!
Ein größeres Lob kann man / frau einem Fotografen kaum machen.

Das Copyright für alle nicht ausgezeichneten  Fotos liegt bei Irmeli Rother.

Mörder als Vorleser

27.08.2013

Ich wollte mal wieder eine mir unbekannte Lesebühne kennenlernen. Die Brutusmörder lasen in Neukölln im Kulturklub ORI nah beim Hermannplatz. Mit G. flezte ich mich in Sessel, trank Roten und lauschte den Autoren.
Jeder / Jede las in den zwei Aufzügen je ein Mal.

Erst einmal betrachteten wir jedoch die aktuelle Ausstellung von Elisa Bortolussi - “Thea Kuta Collection”. Die Arbeiten erinnerten uns optisch ein wenig daran wie man / frau die Welt durch ein Kaleidoskop betrachtet.
Sie bestehen jedoch aus farbigen Fäden, die auf einen Drahtstern gewickelt sind.
Was so entstand, ist sehr ansehnlich.

Von den fünf Mördern waren jedoch nur drei anwesend. Michael-André WernerGeorg Weisfeld, und Saskia Jaja stiegen in den Ring, besser gesagt setzten sich an die Nähmaschine.
Von den Dreien gefielen mir nur die Geschichten von Frau Jaja gut.
Eine Lesegästin vom quEAR FestivalJoey Juschka, zeigte allen wie spannende Kurzgeschichten geschrieben sein sollten.
Nach der Hör-Kultur zogen wir noch ein wenig trinkend durch die Weserstraße.

DIE BRUTUSMÖRDER

Agnieszka
Dębska
Johanna von Stülpnagel
Saskia Jaja
Georg
Weisfeld
Michael-André Werner