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Ein Auge zu

25.01.2014


Mein erster Besuch in Cafe, Buchladen, Galerie und Veranstaltungsraum playing with eels recht nah beim U-Bahnhof Südstern. Ein netter Ort, doch warum und wer dort mit eels (Aalen) spielt, kann ich nicht nachvollziehen.

Der Anlass war ein Konzert der Düsseldorfer Band One eye open.
Drei gute Musiker in dem kleinen Saal. Ein Drummer und zwei Seitenzupfer lieferten ein gutes professionelles Konzert ab. Wir mussten dafür keinen Eintritt zahlen und es ging am Ende noch nicht mal der Hut rum.

Wir und die anderen Gäste konsumierten zwar ordentlich, doch wie viel dafür als Bezahlung für die Musiker übrig blieb, möchte ich besser nicht wissen.
Trotzdem gefiel uns und den anderen ZuhörerInnen die Mucke sehr gut.



Slowakei, wo ist denn das?

23.01.2014



In der Bülowstraße 90 besuchte ich das wieder erstandene Freien Museum Berlin. War es früher in einem charmant morbiden Hinterhaus in der Potsdamer Straße untergebracht, residiert es jetzt in schicken Ladenräumen mitten im Straßenstrich. Damit die männlichen Besucher trotzdem den Weg in die Galerie finden, werden sie mit einer roten Reklame angelockt.

Mit I. und J. besuchte ich die Finissage der Ausstellung Zero Years  – Nullerjahre. Eine Dekade Kunst in der Slowakei. Gezeigt wurden Werke, die seit 2000 entstanden sind.
Verdienstvoll ist das Zeigen der Werke, hatte ich doch bisher wenig Vorstellung davon, wie phantasievoll die Kunstszene der Slowakei ist.
Irgendwie war das Land für mich hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen.
Auf alle Fälle hinter Tschechien.

Lucia Dovicakova, MHD, 2008
Peter Kalmus, Punk Mediocrity Orchestra, 2005 - 2009
Igor Ondrus, Born Natural Children, 2006
Leider ist die Ausstellung nicht mehr sichtbar, es war noch einiges Spannendes mehr dabei.

Kino zum Aperitif

19.01.2014

Auch um mein Italienisch aufzufrischen besuchte ich mit I. die bezaubernde Filmreihe Cinema Aperitivo im Kino Babylon Mitte. Wir sahen "Viva la Liberta" oder "Es lebe die Freiheit" von Roberto Andò.

Ein Beitrag der italienischen Filmwochen 2013 in der BRD.
Zur Geschichte: Der Chef der italienischen Opposition Partei hat es satt von einer Niederlage in die nächste zu taumeln, er schmeißt hin und haut heimlich nach Frankreich ab. Bei einer alten Freundin taucht er unter.

Der Parteivorstand verfällt auf die Idee ihn mit dem Zwillingsbruder zu ersetzen, der an seiner Statt den Spitzenkanidat spielen soll. Leider ist der Bruder ein etwas verrückter Philosoph. Er sagt seine ehrliche Meinung zu den Problemen des Landes, eckt damit natürlich bei der Partei an, gewinnt aber massiv Wähler. Ein ehrlicher Politiker scheint hier, ebenso in Italien, ein Wesen von einem anderen Stern zu sein.
Wie die teilweise recht witzige Geschichte ausgeht, der Bruder sorgt u.A. fürs Eheglück, verrate ich euch nicht.

Leider glaubt der Autor und Regisseur offensichtlich, dass die bürgerliche Demokratie noch zu retten ist.
Das gibt dem Film einen schalen Beigeschmack. Sonst ist er rundum als Unterhaltungsfilm zu empfehlen.



Die ZuschauerInnen diskutierten hinterher auf Deutsch und Italienisch bei Pizza und Aperitif das Gesehene.

Kritiken: FAZ, Welt, Schwäbisches Tageblatt, Bayrischer Rundfunk